Im Panel diskutieren drei Expertinnen aus Beratung und Organisationsentwicklung, wie KI-basierte Tools Lernprozesse in Unternehmen verändern. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob KI eher als Beschleuniger oder als Verkürzer von Lernen wirkt und welche Konsequenzen das für die Kompetenzentwicklung und die Rolle von HR hat. Die Diskussion beleuchtet die Herausforderungen für Verantwortliche in Softwareunternehmen und der genossenschaftlichen Bankengruppe, die Integration von KI in bestehende Lernumgebungen voranzutreiben und dabei soziale Lernräume sowie adaptive, personalisierte Lernangebote zu gestalten. Die Panelistinnen bringen unterschiedliche Perspektiven ein: von der Fokussierung auf Echtzeit-Wissensbereitstellung und Performance Support über die Bedeutung von Reflexion und Feedback bis hin zur Förderung von Austauschformaten und experimentellen Lernräumen.
Im Austausch werden zentrale Thesen herausgearbeitet: KI kann Lernprozesse beschleunigen und Routineaufgaben abnehmen, nachhaltige Kompetenzentwicklung erfordert jedoch mehr als reine Wissensvermittlung. Die Rolle von HR verschiebt sich weg von der Bereitstellung von Inhalten hin zur Gestaltung von Lernkompetenz, Selbststeuerung und Kollaboration. Klassische Formate wie WBTs verlieren an Bedeutung, während die Fähigkeit, mit KI kritisch und reflektiert umzugehen, zur Schlüsselkompetenz wird. Die Panelistinnen empfehlen, soziale Lernräume und Feedbackschleifen zu etablieren, Mitarbeitende gezielt bei der Nutzung von KI zu unterstützen und Lernangebote stärker an den tatsächlichen Bedarfen auszurichten. Die Integration von KI in Lernprozesse stellt neue Anforderungen an die Gestaltung von Lernumgebungen und an die Zusammenarbeit zwischen HR, IT und den Fachbereichen.
