Im Mittelpunkt steht die strategische Neupositionierung von Learning & Development (L&D) im Kontext KI-getriebener Disruption und organisationaler Machtstrukturen. Der Beitrag adressiert die Herausforderungen und Chancen, die sich für L&D-Leitungen in internationalen B2B SaaS- und Enterprise-Umgebungen ergeben, wenn Automatisierung und datenbasierte Tools klassische Lernprozesse und Rollen infrage stellen. Die Perspektive fokussiert auf die politische Dimension von L&D, die Notwendigkeit gezielter Einflussnahme und den Aufbau von Vertrauen als zentrale Währung im Zusammenspiel mit der Geschäftsleitung. Besonderes Augenmerk liegt auf der Differenzierung zwischen Substanzmacht und Positionsmacht sowie auf der Entwicklung von L&D vom reinen Lernanbieter hin zum strategischen Partner für Wettbewerbsdifferenzierung.
David Person_3 argumentiert, dass L&D-Abteilungen, die sich auf die Bereitstellung von Lerninhalten oder individuelle Entwicklung fokussieren, durch KI-gestützte Automatisierung besonders austauschbar werden. Zukunftsfähige Positionierungen entstehen laut Person_3 durch die Übernahme von Verantwortung für organisationale „Right-Skilling“-Initiativen, die aktive Gestaltung von Einflussnetzwerken und die gezielte Attribution des eigenen Wertbeitrags. Im Beitrag werden alternative Rollenmodelle wie „Adaptation Engine“, „Enablement Partner“ und skills-basierte Entwicklung vorgestellt. Die Nutzung von Daten und Feedbackschleifen zur Argumentation gegenüber der Geschäftsleitung, die Priorisierung von Metriken mit direktem Business-Bezug sowie die Automatisierung administrativer Aufgaben mit KI-Tools stehen im Fokus der praxisorientierten Empfehlungen. Abschließend wird die Notwendigkeit betont, L&D als Business Driver zu etablieren und die eigene Rolle konsequent an der strategischen Agenda des Unternehmens auszurichten.