Total Compensation bezeichnet das Gesamtpaket aus Grundgehalt, variabler Vergütung, betrieblichen Leistungen und nicht-monetären Anteilen, mit dem Unternehmen ihre Vergütungsentscheidungen begründen und kommunizieren. Vergütungsbänder, Benefits-Portfolio und variable Anteile bilden dabei ein zusammenhängendes System, das auf einer nachvollziehbaren Job-Architektur aufbaut.
Die EU-Entgelttransparenzrichtlinie (2023/970) verschärft die Anforderungen an dieses System ab Juni 2026 erheblich: Unternehmen ab 100 Beschäftigten müssen Gehaltskorridore offenlegen, Bewerbende vorab über die vorgesehene Vergütung informieren und regelmäßig Entgeltberichte vorlegen. Wer keine dokumentierten Vergütungsbänder und keine belastbare Job-Architektur hat, gerät bei der ersten Pay-Gap-Analyse in Erklärungsnot.
Hier finden Sie Beiträge, Praxisleitfäden und Veranstaltungshinweise rund um Total Compensation: von der Konzeption der Vergütungsarchitektur bis zur technischen Umsetzung in HRIS und Benefits-Systemen. Vertiefend dazu bringt die Shift/HR Total Compensation Konferenz C&B-Verantwortliche, HR-Führungskräfte und HRIS-Spezialistinnen und -Spezialisten einmal im Jahr für ein Tagesprogramm zusammen.
Es geht nicht nur um das Gehalt, sondern auch um die Signale der Wertschätzung und die Rolle der Vergütung im Kontext der Unternehmenskultur und Zusammenarbeit. — Stefanie Hornung
Laut Personio stehen 54 Prozent der HR-Teams bei der Entgelttransparenz noch am Anfang. Das Playbook mit Arbeitsrechtsexpertin Livia Merla beantwortet zehn Praxisfragen. Wir greifen drei auf und zeigen, wie Personio das am 10.9. per Live-Demo auf unserer Total Compensation Konferenz weiterführt.
Zur Vorbereitung auf die Total Compensation Konferenz am 10. September ordnen wir ein, warum Entgelttransparenz, Job-Architektur und Vergütungssteuerung zusammenwachsen, und welche Fragen wir dort gemeinsam weiterdiskutieren wollen.
Der Software-Markt für Entgelttransparenz bewegt sich – aber nicht überall gleich. Was Syndio, Pave und DACH-Anbieter 2026 tatsächlich liefern und warum Grading vor der Tool-Auswahl kommt.
Nachweisfähigkeit der EU-Entgelttransparenzrichtlinie bedeutet mehr als Datenverfügbarkeit: Rollen-, Bewertungs- und Vergütungsentscheidungen müssen kurzfristig erklärbar, historisiert und revisionsfähig sein. Wir diskutieren, was jetzt in den Fokus rückt.
Die EU Pay Transparency Directive erzeugt weit mehr als einen Reporting-Druck. Für viele HR-Systemlandschaften bedeutet sie einen Modernisierungsimpuls, der deutlich früher beginnt als beim Bericht.
Deutschland hat noch kein nationales Umsetzungsgesetz zur EU-Entgelttransparenzrichtlinie. Die Umsetzungsfrist läuft bis zum 7. Juni 2026, die konkrete nationale Ausgestaltung ist weiterhin offen. Für HR entsteht daraus aber keine echte Atempause.