Die Einführung von generativer KI und Agenten in IT-Unternehmen verändert nicht nur Prozesse, sondern stellt die Organisation vor einen grundlegenden Wandel in Kultur, Identität und Zusammenarbeit. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Mitarbeitende in die Transformation eingebunden, befähigt und begleitet werden können, um Überforderung zu vermeiden und nachhaltige Veränderungen zu ermöglichen. Die Perspektive richtet sich auf die Rolle von HR als zentralem Hebel: Nicht die Technologie, sondern die Gestaltung von Lernräumen, Orientierung und Verantwortungsübernahme entscheidet über den Erfolg der Transformation. Der Beitrag bietet einen praxisnahen Zugang, indem er konkrete Alltagssituationen, Teamformate und die Entwicklung neuer Rollen beschreibt.
Im Fokus stehen drei zentrale Hebel: Zuhören, Kompetenzaufbau und Orientierung. Zuhören bedeutet, die tatsächlichen Bedarfe der Mitarbeitenden zu erfassen und Use Cases erst nach einer fundierten Analyse von Aufgaben und Prozessen zu priorisieren. Kompetenzaufbau erfolgt durch iteratives Lernen im Arbeitsalltag, etwa mit Formaten wie der „KI Power Hour“ oder „Done Days“, bei denen Teams Agenten selbst konfigurieren und testen. Orientierung entsteht durch klare Rollen, Schnittstellen und die Vermittlung neuer Future Skills wie Prompting und kritisches Hinterfragen. Die Verantwortung für Agenten und deren Ergebnisse liegt künftig bei allen Teammitgliedern, nicht nur bei Führungskräften. Methoden wie Domain Driven Design unterstützen die Verantwortungsübernahme und fördern eine holistische Expertise. Die Effekte zeigen sich in messbaren Verbesserungen bei Produktivität, Zugehörigkeit und Flexibilität, wobei HR die Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Transformation schafft.