--- title: "Mensch bleibt das Maß: Warum Employee Experience über den Erfolg von KI entscheidet" description: "Wie Kultur, Kompetenzaufbau und klare Rollen den Erfolg von KI-Transformationen in IT-Unternehmen maßgeblich bestimmen." canonical_url: "https://www.shifthr.de/mediathek/asset/mensch-bleibt-das-mass-warum-employee-experience-ueber-den-erfolg-von-ki-entscheidet.html" published: "2026-01-25" updated: "2026-10-05" language: "de" content_type: "VideoObject" publisher: "" --- # Mensch bleibt das Maß: Warum Employee Experience über den Erfolg von KI entscheidet **Aufgezeichnet am:** 30.09.2026 **Dauer:** 40 Min. ## Sprecher - [Kiki Radicke](/experten/kiki-radicke.html) — Head of People & Culture, adacor Wie Kultur, Kompetenzaufbau und klare Rollen den Erfolg von KI-Transformationen in IT-Unternehmen maßgeblich bestimmen. Die Einführung von generativer KI und Agenten in IT-Unternehmen verändert nicht nur Prozesse, sondern stellt die Organisation vor einen grundlegenden Wandel in Kultur, Identität und Zusammenarbeit. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Mitarbeitende in die Transformation eingebunden, befähigt und begleitet werden können, um Überforderung zu vermeiden und nachhaltige Veränderungen zu ermöglichen. Die Perspektive richtet sich auf die Rolle von HR als zentralem Hebel: Nicht die Technologie, sondern die Gestaltung von Lernräumen, Orientierung und Verantwortungsübernahme entscheidet über den Erfolg der Transformation. Der Beitrag bietet einen praxisnahen Zugang, indem er konkrete Alltagssituationen, Teamformate und die Entwicklung neuer Rollen beschreibt. Im Fokus stehen drei zentrale Hebel: Zuhören, Kompetenzaufbau und Orientierung. Zuhören bedeutet, die tatsächlichen Bedarfe der Mitarbeitenden zu erfassen und Use Cases erst nach einer fundierten Analyse von Aufgaben und Prozessen zu priorisieren. Kompetenzaufbau erfolgt durch iteratives Lernen im Arbeitsalltag, etwa mit Formaten wie der „KI Power Hour“ oder „Done Days“, bei denen Teams Agenten selbst konfigurieren und testen. Orientierung entsteht durch klare Rollen, Schnittstellen und die Vermittlung neuer Future Skills wie Prompting und kritisches Hinterfragen. Die Verantwortung für Agenten und deren Ergebnisse liegt künftig bei allen Teammitgliedern, nicht nur bei Führungskräften. Methoden wie Domain Driven Design unterstützen die Verantwortungsübernahme und fördern eine holistische Expertise. Die Effekte zeigen sich in messbaren Verbesserungen bei Produktivität, Zugehörigkeit und Flexibilität, wobei HR die Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Transformation schafft. ## Kernaussagen -
Die Einführung von GenAI und Agenten ist kein IT-Projekt, sondern eine tiefgreifende Transformation, die People & Culture als zentralen Hebel benötigt. - Der Erfolg von KI-Transformation hängt maßgeblich davon ab, wie Mitarbeitende in den Veränderungsprozess einbezogen, befähigt und begleitet werden. - Neue Rollen und Future Skills entstehen, da Mitarbeitende Verantwortung für Agenten übernehmen und Führungskompetenzen auf alle Teammitglieder ausgeweitet werden. - Kompetenzaufbau gelingt nur durch praktisches, iteratives Lernen im Arbeitsalltag, nicht durch theoretische Schulungen. - Kultur, Identität und Orientierung sind entscheidend, um Überforderung und innere Kündigung zu vermeiden und die Produktivität sowie Zugehörigkeit zu steigern.
## Zitat > Die Einführung von KI ist kein IT-Projekt, sondern eine Frage von Kultur, Kompetenz und Zusammenarbeit – der Mensch bleibt das Maß, nicht trotz, sondern wegen der KI. – Kiki Radicke Die Technik ist heute das Einfachste – den Unterschied macht die Erfahrung, die Menschen in der Veränderung machen, und ob sie gehört, befähigt und orientiert werden. – Kiki Radicke Unsere größte Erkenntnis: KI nimmt uns nicht den Job weg, sondern gibt uns den Raum zurück, für den wir angetreten sind – Menschen, Kultur, Organisationsentwicklung. – Kiki Radicke