Viele Unternehmen setzen bei der Einführung neuer Wissensplattformen wie KI auf technologische Lösungen, um bestehende Herausforderungen im Wissensmanagement zu adressieren. Im Mittelpunkt steht dabei die Problematik fragmentierter Informationslandschaften, in denen Wissen über verschiedene Tools wie SharePoint, Teams, Intranet oder E-Mail verteilt ist. Die Keynote greift die Perspektive von Head of Internal Communications und IT-Leitern im Enterprise-B2B-SaaS-Umfeld auf und beleuchtet, wie fehlende Verantwortlichkeiten und mangelnde Struktur die Produktivität und das Vertrauen in Wissenssysteme beeinträchtigen. Der Beitrag zeichnet sich durch einen praxisorientierten Zugang aus, der konkrete Alltagsprobleme und typische Fehlannahmen bei der Digitalisierung von Wissensarbeit adressiert.
Im Zentrum steht die Unterscheidung zwischen Information und Wissen sowie die Analyse von „Knowledge Debt“: doppelte, veraltete, verwaiste, fehlende oder widersprüchliche Inhalte führen zu Suchaufwänden, Unsicherheit und Produktivitätsverlusten. Die Keynote stellt einen pragmatischen Wissenslücken-Audit mit fünf Kernfragen vor, der Verantwortlichkeiten, Aktualität und Auffindbarkeit von Wissen überprüft. Darauf aufbauend wird ein Vier-Wochen-Plan erläutert, der die zehn häufigsten Mitarbeiterfragen identifiziert, zentrale Wissensquellen definiert, Verantwortliche benennt und veraltete Inhalte bereinigt. Die Diskussion im Q&A-Teil thematisiert die nachhaltige Verankerung von Verantwortlichkeiten und die Notwendigkeit kontinuierlicher Pflege, um die Qualität und den ROI von Wissensplattformen langfristig zu sichern.