--- title: "KI kann viel – nur keine Employee Experience retten" description: "Wie fragmentiertes Wissen Produktivität und Vertrauen bremst – und wie ein schlanker Audit Wissensqualität und ROI von Plattformen steigert." canonical_url: "https://www.shifthr.de/mediathek/asset/ki-kann-viel-nur-keine-employee-experience-retten.html" published: "2026-01-25" updated: "2026-10-05" language: "de" content_type: "VideoObject" publisher: "" --- # KI kann viel – nur keine Employee Experience retten **Aufgezeichnet am:** 30.09.2026 **Dauer:** 30 Min. ## Sprecher - [Jan-Eike Rosenthal](/experten/jan-eike-rosenthal.html) — Head of Product Marketing, Haiilo Wie fragmentiertes Wissen Produktivität und Vertrauen bremst – und wie ein schlanker Audit Wissensqualität und ROI von Plattformen steigert. Viele Unternehmen setzen bei der Einführung neuer Wissensplattformen wie KI auf technologische Lösungen, um bestehende Herausforderungen im Wissensmanagement zu adressieren. Im Mittelpunkt steht dabei die Problematik fragmentierter Informationslandschaften, in denen Wissen über verschiedene Tools wie SharePoint, Teams, Intranet oder E-Mail verteilt ist. Die Keynote greift die Perspektive von Head of Internal Communications und IT-Leitern im Enterprise-B2B-SaaS-Umfeld auf und beleuchtet, wie fehlende Verantwortlichkeiten und mangelnde Struktur die Produktivität und das Vertrauen in Wissenssysteme beeinträchtigen. Der Beitrag zeichnet sich durch einen praxisorientierten Zugang aus, der konkrete Alltagsprobleme und typische Fehlannahmen bei der Digitalisierung von Wissensarbeit adressiert. Im Zentrum steht die Unterscheidung zwischen Information und Wissen sowie die Analyse von „Knowledge Debt“: doppelte, veraltete, verwaiste, fehlende oder widersprüchliche Inhalte führen zu Suchaufwänden, Unsicherheit und Produktivitätsverlusten. Die Keynote stellt einen pragmatischen Wissenslücken-Audit mit fünf Kernfragen vor, der Verantwortlichkeiten, Aktualität und Auffindbarkeit von Wissen überprüft. Darauf aufbauend wird ein Vier-Wochen-Plan erläutert, der die zehn häufigsten Mitarbeiterfragen identifiziert, zentrale Wissensquellen definiert, Verantwortliche benennt und veraltete Inhalte bereinigt. Die Diskussion im Q&A-Teil thematisiert die nachhaltige Verankerung von Verantwortlichkeiten und die Notwendigkeit kontinuierlicher Pflege, um die Qualität und den ROI von Wissensplattformen langfristig zu sichern. ## Kernaussagen -
Die Einführung von KI löst keine bestehenden Wissensprobleme, sondern macht sie sichtbarer und kann bestehendes Chaos verstärken. - Das eigentliche Problem liegt nicht im Mangel an Informationen, sondern in fehlender Einordnung, Verantwortlichkeit und Aktualität von Wissen. - Knowledge Debt entsteht durch doppeltes, veraltetes, verwaistes, fehlendes oder widersprüchliches Wissen und beeinträchtigt sowohl Produktivität als auch Vertrauen. - Ein pragmatischer Wissenslücken-Audit mit fünf Kernfragen und ein Vier-Wochen-Plan helfen, Verantwortlichkeiten zu klären und Wissensbestände gezielt zu verbessern. - Der Mehrwert von KI entsteht erst durch verlässliche, strukturierte und gepflegte Wissensgrundlagen – nicht durch das Hinzufügen weiterer Tools.
## Zitat > KI kann viel, nur keine Employee Experience retten Die meisten Unternehmen haben kein Informationsproblem, sondern ein Wissensproblem: Informationen existieren überall, aber es fehlt an Klarheit, Aktualität und Verantwortlichkeit. – Jan Eike Rosenthal KI beseitigt das Chaos nicht automatisch, sondern bringt bestehende Wissenslücken nur schneller an die Oberfläche – und macht Fehler überzeugender als je zuvor. – Jan Eike Rosenthal Das nächste KI-Tool ist garantiert nicht die Antwort auf eure Probleme. Die Verbesserung der Qualität eures Wissens garantiert schon. – Jan Eike Rosenthal