Im Mittelpunkt der Panel-Diskussion stehen die Herausforderungen und Ansätze zur systematischen Erfassung und Steuerung von Transformationsfriktion im Employee Experience Management. Drei HR-Expertinnen aus Beratung und Unternehmenspraxis diskutieren, wie Organisationen in tiefgreifenden Veränderungsprozessen Reibungspunkte identifizieren, messen und gezielt bearbeiten können. Der Austausch richtet sich an HR-Verantwortliche und Führungskräfte, die Employee Experience als strategisches Handlungsfeld verstehen und HR als aktiven Partner im Transformationsmanagement positionieren wollen. Besonderes Augenmerk liegt auf der Verbindung von operativen und emotionalen Aspekten der Employee Experience sowie auf der Rolle von Führungskräften und der strategischen Neuausrichtung von HR.
Die Panelistinnen betonen, dass Employee Experience Management über klassische Wohlfühlthemen hinausgeht und Stabilität, Sinnhaftigkeit sowie Orientierung in Transformationsphasen adressieren muss. Transformationsfriktion wird als operatives und emotionales Phänomen verstanden, das systematisch erkannt und gemessen werden sollte. Methoden wie die Friction Map, gezielte Analysen von Arbeitssituationen („Moments that matter“) und kontinuierliche Listening-to-Action-Prozesse stehen im Fokus. Die Diskussion verdeutlicht, dass die Verantwortung für Employee Experience nicht allein bei HR liegt, sondern als geteilte Aufgabe zwischen HR, Führungskräften und Teams verstanden werden muss. Die Panelistinnen fordern, Mitarbeiterbefragungen mit konsequentem Follow-up zu verbinden, die Perspektive der Beschäftigten systematisch einzubeziehen und die Wirksamkeit von Maßnahmen an konkreten Geschäftsergebnissen zu messen. Die konsequente Operationalisierung von Employee Experience und die strategische Positionierung von HR bilden die Grundlage für erfolgreiche Transformationen.