Weiche Themen, harte Zahlen - People Experience ist messbar!

Weiche Themen, harte Zahlen - People Experience ist messbar!

Wie datenbasierte Feedback-Tools die Steuerung von People Experience im IT-Consulting ermöglichen und Führungskräfte als Multiplikatoren wirken.

Datenbasierte Messung und Steuerung von People Experience im IT-Consulting Mittelstand stehen im Fokus dieses Praxis- und Projektberichts. Die Perspektive einer HR-Leitung mit direkter Verantwortung für 400 Mitarbeitende und 40 People Manager ermöglicht einen detaillierten Einblick in die Operationalisierung von People Experience entlang des Employee Life Cycle. Besonderes Augenmerk liegt auf der konsequenten Einbindung der Führungskräfte, der Nutzung eines spezialisierten Feedback-Management-Tools und der Verknüpfung von Feedbackdaten mit konkreten HR-Maßnahmen. Die Darstellung umfasst sowohl die methodische Umsetzung als auch die Herausforderungen und Anpassungen im laufenden Betrieb.

Im Zentrum steht die kontinuierliche, datenbasierte Erfassung von People Experience mittels Pecon (Voice of the Employee/Workday) und dem Employee Net Promoter Score. Das Tool erhebt alle zwei Wochen anonymisiertes Feedback zu 14 Faktoren, ermöglicht eine repräsentative Datenbasis und stellt Führungskräften Echtzeit-Dashboards zur Verfügung. Die aktive Nutzung des Tools ist verbindlich in Zielvereinbarungen verankert und umfasst das Lesen, Beantworten und Ableiten von Maßnahmen aus mindestens der Hälfte der eingehenden Kommentare. Praxisbeispiele zeigen, wie Maßnahmen wie Corona-Bonus, Strategieanpassungen oder Standortwechsel sich unmittelbar im Promoter Score abbilden. Frühwarnindikatoren für Fluktuation werden identifiziert und gezielt adressiert. Herausforderungen wie Befragungsmüdigkeit und externe Einflüsse werden transparent gemacht und durch Anpassungen im Prozess sowie gezielte Kommunikation begegnet. Die Steuerung der People Experience wird als kontinuierlicher, gemeinschaftlicher Prozess verstanden, bei dem Führungskräfte als zentrale Multiplikatoren agieren.

Wir haben unsere Führungskräfte hinter das Lenkrad gesetzt. Die sitzen jetzt im Fahrersitz mit Blick auf die Amaturen und können loslegen und steuern. – Dr. Stella Malsy

Der Wille, großartige People Experience zu schaffen, muss wirklich zur Selbstverständlichkeit werden und im Unternehmen gelebt werden. – Dr. Stella Malsy

Wir messen unsere Führungskräfte nicht an der Höhe ihres Engagement Scores, sondern daran, ob sie das Tool nutzen und daraus konkrete Maßnahmen ableiten. – Dr. Stella Malsy

  • People Experience ist durch kontinuierliche, datenbasierte Messung und den Employee Net Promoter Score objektiv erfassbar.

  • Führungskräfte übernehmen eine zentrale Rolle bei der Steuerung und Verbesserung der People Experience und werden durch Zielvorgaben und Training in die Verantwortung genommen.
  • Das Feedback Management Tool Pecon ermöglicht durch Micropolling, Benchmarking und Echtzeit-Dashboards eine detaillierte Analyse und Ableitung von Maßnahmen entlang des Employee Life Cycle.
  • Die Verknüpfung von Feedbackdaten mit konkreten HR-Maßnahmen zeigt direkte Auswirkungen auf Engagement und Mitarbeiterbindung.
  • Transparenz und regelmäßige Kommunikation der Ergebnisse und eingeleiteten Maßnahmen sind entscheidend für die Akzeptanz und Wirksamkeit des People Experience Managements.

Die konsequente Operationalisierung von People Experience als messbare, datenbasierte Führungsaufgabe adressiert einen zentralen Zielkonflikt moderner HR-Arbeit: Zwischen dem Anspruch, Mitarbeiterbindung und Unternehmenskultur systematisch zu gestalten, und der verbreiteten Unsicherheit, wie „weiche“ Faktoren objektiv erfasst und wirksam gesteuert werden können, entsteht ein strukturelles Spannungsfeld. Die Verlagerung der Verantwortung von der Personalabteilung hin zu den Führungskräften verschiebt dabei nicht nur die operative Zuständigkeit, sondern fordert einen grundlegenden Wandel im Führungsverständnis. Die Integration von Feedback-Management-Tools und kontinuierlicher Datenerhebung macht deutlich, wie sich klassische Steuerungslogiken mit partizipativen, dialogorientierten Ansätzen verbinden lassen – und wo Widerstände, etwa durch Überforderung oder Akzeptanzprobleme, neue Barrieren aufbauen. Gleichzeitig wird ein blinder Fleck adressiert: Die Gefahr, Employee Experience auf Score-Optimierung zu reduzieren, statt sie als kontinuierlichen Lern- und Veränderungsprozess zu begreifen, der auch externe Schocks und organisationale Zielkonflikte sichtbar macht.

Für die Praxis liefert der Beitrag prägnante Prinzipien: Die Wirksamkeit datenbasierter People Experience-Messung hängt weniger von der Höhe einzelner Scores ab als von der aktiven Nutzung der gewonnenen Erkenntnisse durch Führungskräfte. Transparenz, kontinuierliche Kommunikation und die konsequente Verknüpfung von Feedback mit konkreten Maßnahmen verschieben die Perspektive von reiner Kennzahlensteuerung hin zu einer lernenden Organisation. Die Zielgruppe erhält damit einen Impuls, People Experience als strategisches Steuerungsfeld zu begreifen, das nicht delegiert, sondern in der Führung verankert werden muss. Die Verbindung von operativer Feedbackpraxis mit strategischer Kulturentwicklung fordert dazu auf, bestehende Verantwortungsmodelle zu hinterfragen und die eigene Führungsrolle im Spannungsfeld zwischen Kontrolle, Beteiligung und Anpassungsfähigkeit neu zu definieren.

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