Leadership-Kompetenzen im digitalen Zeitalter

Leadership-Kompetenzen im digitalen Zeitalter
Mitschnitt-Länge: 30 Minuten
Mitschrift verfügbar

Dr. Ursula Schütze-Kreilkamp beleuchtet, wie Empathie und Anpassungsfähigkeit Führungskräfte im digitalen Wandel stärken und Innovation fördern.

Dr. Ursula Schütze-Kreilkamp, Leiterin Personal und Konzernführungskräfte bei der Deutschen Bahn AG, beleuchtet in ihrer Keynote bei den Shift/HR Talks 2022 die Anforderungen an moderne Führungskompetenzen im digitalen Zeitalter. Sie verzichtet auf visuelle Hilfsmittel und setzt auf die Kraft des Zuhörens und Reflektierens. Im Mittelpunkt steht die Entwicklung von Führungskräften, die über fachliche Qualifikationen hinaus soziale und interpersonelle Fähigkeiten wie Empathie und Anpassungsfähigkeit mitbringen. Dr. Schütze-Kreilkamp betont die Bedeutung von Neugier, Gestaltungswillen und Veränderungsbereitschaft als Schlüsselkompetenzen in einem sich stetig wandelnden Unternehmensumfeld.


Die Keynote hebt hervor, dass diagnostische Verfahren wie Assessment-Center und Selbsterfahrungsprogramme essenziell sind, um geeignete Führungskräfte zu identifizieren und zu entwickeln. Dr. Schütze-Kreilkamp beschreibt die Notwendigkeit kontinuierlicher Reflexionsprozesse und Supervision, um die Entscheidungsfähigkeit und Handlungsbereitschaft von Führungskräften zu stärken. Sie plädiert für eine Kultur der Offenheit und des Vertrauens, in der Führungskräfte bereit sind, Verantwortung zu teilen und Macht abzugeben. Die Integration von Empathie als zentrales Erfolgskriterium und die Förderung von Teamarbeit durch gezielte Kommunikation und Einbindung von Expertise sind weitere zentrale Themen ihrer Ausführungen.

Lust an Neuem und Veränderung ist entscheidend, um den Herausforderungen der Jetzt-Zeit zu begegnen. – Dr. Schütze-Kreilkamp


Entschiedenheit und Handlungsfähigkeit sind unerlässlich, um in unsicheren Zeiten Verantwortung zu übernehmen und reife Entscheidungen zu treffen. – Dr. Schütze-Kreilkamp


Professionalisierung in kontinuierlicher Form ist notwendig. Digitalisierung bedeutet ständiges Wachstum und die Lust auf Disruption, immer verbunden mit der Überprüfung der Sinnhaftigkeit. – Dr. Schütze-Kreilkamp

  • Führungskräfte benötigen im digitalen Zeitalter neben fachlicher Eignung vor allem soziale Kompetenzen wie Empathie, Entscheidungsfreude und Anpassungsfähigkeit.
  • Diagnostische Verfahren wie Assessment-Center und Selbsterfahrungsprogramme sind essenziell, um geeignete Führungskräfte auszuwählen und zu entwickeln.
  • Kontinuierliche Reflexionsprozesse und Supervision sollten verpflichtend für Führungskräfte sein, um deren Handeln und Entscheidungen nachhaltig zu verbessern.
  • Empathie und die Fähigkeit, Vertrauen zu schaffen, sind zentrale Elemente moderner Führung und fördern die Zusammenarbeit in Teams.
  • Agile Strukturen erfordern von Führungskräften die Bereitschaft, Verantwortung zu teilen und Macht abzugeben.

Leadership-Kompetenzen im digitalen Zeitalter sind von strategischer Relevanz, da sie die Fähigkeit von Führungskräften betreffen, in einem sich schnell wandelnden Umfeld effektiv zu agieren. Der Beitrag beleuchtet die Notwendigkeit, soziale und interpersonelle Kompetenzen stärker in den Fokus zu rücken, um den Herausforderungen agiler Strukturen gerecht zu werden. Ein zentrales Spannungsfeld ist die Diskrepanz zwischen traditioneller fachlicher Eignung und der zunehmenden Bedeutung von Empathie und Anpassungsfähigkeit. Diese Verschiebung erfordert ein Umdenken in der Führungskräfteentwicklung, da die bisherigen Auswahlverfahren oft auf fachliche Qualifikationen und persönliche Netzwerke fokussiert waren. Der Beitrag macht deutlich, dass die Integration diagnostischer Verfahren und die Förderung kontinuierlicher Reflexionsprozesse entscheidend sind, um die Verantwortungsverschiebung in agilen Teams zu bewältigen und strukturelle Widersprüche zu überwinden.


Der Vortrag liefert handlungsrelevante Impulse, indem er Führungskräfte dazu auffordert, Verantwortung zu teilen und Macht abzugeben, um eine kulturelle Transformation zu ermöglichen. Empathie und die Fähigkeit, Vertrauen zu schaffen, werden als Schlüsselkompetenzen hervorgehoben, die in der operativen Praxis zu einer stärkeren Teamkohäsion führen können. Der Beitrag verschiebt die Perspektive von einer rein fachlichen auf eine ganzheitliche Betrachtung von Führungskompetenzen, die sowohl strategische Ziele als auch kulturellen Wandel unterstützen. Die vorgestellten Prinzipien, wie die Nutzung von Selbsterfahrungsprogrammen und kontinuierlichem Feedback, bieten der Zielgruppe konkrete Ansätze zur Verbesserung der Führungsqualität und zur Förderung einer offenen, lernbereiten Unternehmenskultur.

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