Kollaboratives Lernen für eine neue Lernkultur in einer dezentralen Organisation

Kollaboratives Lernen für eine neue Lernkultur in einer dezentralen Organisation
Mitschnitt-Länge: 30 Minuten
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Mitschrift verfügbar
Kollaboratives Lernen und LMS-Einführung bei Nordsee: Transformation der Lernkultur in dezentralen Organisationen.

Ina Claas, Learning & Development Manager bei Nordsee, beleuchtet die Transformation der Lernkultur in einer dezentralen Organisation der Systemgastronomie. Der Praxis- und Projektbericht auf der Shift/HR Learning & Talent Development Konferenz 2023 zeigt, wie kollaborative Lernansätze und die Einführung eines Learning Management Systems (LMS) genutzt werden, um neue Lern- und Feedbackprozesse nachhaltig zu verankern. Der Beitrag richtet sich an Learning & Development Manager und HR-Leiter in dezentralen Unternehmen mit 2.000 bis 3.000 Mitarbeitenden, die vor der Herausforderung stehen, digitale Lernplattformen zu implementieren und eine neue Lernkultur zu etablieren.

Zentrale Aussagen des Beitrags umfassen die Notwendigkeit einer grundlegenden Veränderung der Lernkultur und die intensive Kommunikation mit Stakeholdern. Die Einführung des LMS bei Nordsee erforderte eine enge Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat und die Durchführung von Bildungsbedarfsanalysen. Besondere Funktionen der Plattform, wie der integrierte Chat und die Möglichkeit, Lernbedarfe direkt zu melden, fördern den Austausch und die Anpassung von Inhalten. Die Plattform dient als internes Wiki und ermöglicht eine stärkere Einbindung der Fachbereiche in die Wissensvermittlung. Die Mischung aus Pflicht- und freiwilligen Inhalten steigert die Motivation der Mitarbeitenden, auch außerhalb der Arbeitszeit zu lernen, und unterstützt den Wandel der Lern- und Feedbackkultur.

Corona hat uns gezwungen, unsere alte Lernkultur komplett umzustellen. Wir haben erkannt, dass digitales Lernen nicht nur ein Projekt, sondern eine grundlegende Veränderung unserer Lernkultur ist. – Ina Claas

Wir haben festgestellt, dass die persönliche Ansprache beim Lernen entscheidend ist. Jeder lernt anders, und das muss unser System abbilden können. – Ina Claas

Der direkte Austausch und das Feedback sind entscheidend für unseren Erfolg. Wir sind näher an die Bedürfnisse der Mitarbeiter herangekommen und haben eine neue Feedbackkultur entwickelt. – Ina Claas

  • Die Einführung eines Learning Management Systems erfordert eine grundlegende Veränderung der Lernkultur und intensive Kommunikation mit allen Stakeholdern.
  • Kollaboratives Lernen fördert den Austausch zwischen Mitarbeitenden und ermöglicht eine stärkere Einbindung der Fachbereiche in die Wissensvermittlung.
  • Eine nachhaltige Lernkultur entsteht durch die Kombination von Pflichtschulungen und freiwilligen, motivierenden Lerninhalten.
  • Digitale Lernplattformen können den direkten Austausch zwischen Zentrale und dezentralen Standorten verbessern und Feedbackprozesse beschleunigen.
  • Die Transformation der Lernkultur ist ein langfristiger Prozess, der kontinuierliche Anpassungen und Engagement erfordert.

Kollaboratives Lernen in dezentralen Organisationen wie Nordsee stellt eine strategische Herausforderung dar, die weit über die Einführung eines Learning Management Systems hinausgeht. Die kulturelle Relevanz liegt in der notwendigen Transformation der Lernkultur, die von traditionellen Präsenztrainings zu digitalen und kollaborativen Ansätzen wechselt. Diese Veränderung offenbart strukturelle Widersprüche, insbesondere in der Systemgastronomie, wo Teilzeitkräfte mit unterschiedlichen Hintergründen arbeiten. Der Beitrag thematisiert die Spannungen zwischen der Notwendigkeit, Pflichtschulungen durchzuführen, und dem Wunsch, freiwillige Lerninhalte zu integrieren, um die Motivation zu steigern. Ein blinder Fleck ist die oft unterschätzte Bedeutung der Kommunikation mit Stakeholdern, um die Akzeptanz neuer Lernformen zu fördern und die Verantwortung für die Lernkultur von der Zentrale auf die Mitarbeitenden zu verlagern.

Der Beitrag liefert wertvolle Prinzipien für die Praxis: Die Kombination aus Pflicht- und freiwilligen Inhalten fördert eine nachhaltige Lernkultur, die über reine Compliance hinausgeht. Die Empfehlung, neue Lernformate mutig auszuprobieren, statt sie zu überplanen, verschiebt die Perspektive von einer top-down-gesteuerten zu einer partizipativen Lernkultur. Diese Herangehensweise fordert die Zielgruppe auf, die operative Praxis mit strategischen Zielen zu verknüpfen und den kulturellen Wandel aktiv zu gestalten. Der Inhalt zeigt, dass die Transformation der Lernkultur ein kontinuierlicher Prozess ist, der Engagement und Anpassungsfähigkeit erfordert. Die Reflexionsimpulse regen dazu an, bestehende Barrieren zu hinterfragen und die Verantwortung für die Lernentwicklung auf alle Ebenen der Organisation zu verteilen.

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