Im Gespräch mit Wolfgang Brickwedde zu den Recruiting Trends für 2022

Folge 063

Im Gespräch mit Wolfgang Brickwedde zu den Recruiting Trends für 2022
Mitschnitt-Länge: 45 Minuten
Mitschrift verfügbar

Recruiting 2022: Wolfgang Brickwedde analysiert datengetriebene Trends, digitale Tools und Herausforderungen im Fachkräftemangel.

Wolfgang Brickwedde, Director bei ICR Institute for Competitive Recruiting, beleuchtet in einem Interview die aktuellen Recruiting-Trends für 2022. Der Beitrag richtet sich an Recruiting-Leiter mittelständischer Unternehmen und HR-Manager in Großunternehmen, die ihre Prozesse durch datengetriebene Ansätze und digitale Technologien optimieren möchten. Im Mittelpunkt stehen die Herausforderungen des Fach- und Arbeitskräftemangels sowie die Bedeutung von Online-Marketing und digitalen Tools im Recruiting. Brickwedde bietet praxisnahe Einblicke und konkrete Zahlen, die den aktuellen Wandel im Recruiting verdeutlichen.


Brickwedde identifiziert mehrere zentrale Trends, darunter die zunehmende Bedeutung von Online-Kanälen und datengetriebenen Ansätzen im Recruiting. Er kritisiert veraltete Prozesse und empfiehlt, Blockaden zu beseitigen und stärker auf Bewerberbedürfnisse einzugehen. Die Digitalisierung im Recruiting hat durch die Pandemie an Fahrt gewonnen, wobei der Einsatz von Videointerviews und Bewerbermanagement-Systemen zugenommen hat. Brickwedde betont die Notwendigkeit, Recruiting-Prozesse kontinuierlich zu optimieren und datenbasiert zu gestalten, um im Wettbewerb um Talente erfolgreich zu sein.

Offline fällt weg. Online boomt und dementsprechend boomt auch Active Sourcing. Unternehmen wollen mehr in Online-Marketing investieren, mehr Active Sourcing und Performance-Marketing betreiben. – Wolfgang Brickwedde


Fachkräftemangel ist jetzt ein Arbeitskräftemangel. 52 % der offenen Stellen bleiben länger als 180 Tage unbesetzt. Unternehmen müssen ihre Recruiting-Prozesse überarbeiten, um wettbewerbsfähig zu bleiben. – Wolfgang Brickwedde


Sicherheit, Spaß und Sinn sind die aktuellen Erfolgsfaktoren für Arbeitgeberattraktivität. Arbeitgeber, die diese Aspekte glaubwürdig kommunizieren, haben große Vorteile. – Wolfgang Brickwedde

  • Der Fachkräftemangel hat sich zum Arbeitskräftemangel ausgeweitet, da über 52 % der offenen Stellen länger als 180 Tage unbesetzt bleiben.
  • Unternehmen sollten Recruiting-Prozesse optimieren, Blockaden entfernen und stärker auf die Bedürfnisse der Bewerber eingehen, insbesondere in Bezug auf Sicherheit, Spaß und Sinnhaftigkeit.
  • Die Digitalisierung im Recruiting hat durch die Pandemie einen Schub erhalten, insbesondere durch den Einsatz von Bewerbermanagement-Systemen und digitalen Onboarding-Tools.
  • Active Sourcing und Online-Marketing gewinnen an Bedeutung, da traditionelle Offline-Kanäle wie Messen nicht mehr verfügbar sind.
  • Datenorientierung im Recruiting ist entscheidend, aber viele Unternehmen haben Schwierigkeiten bei der Umsetzung und Erfolgsmessung.

Recruiting-Prozesse stehen vor der Herausforderung, sich in einem zunehmend dynamischen Arbeitsmarktumfeld zu behaupten. Die strategische Relevanz liegt in der Fähigkeit der Unternehmen, datengetriebene Ansätze und digitale Technologien zu integrieren, um den Fach- und Arbeitskräftemangel zu bewältigen. Der Beitrag beleuchtet die strukturellen Widersprüche zwischen traditionellen Recruiting-Methoden und den Anforderungen eines modernen Arbeitsmarktes. Ein zentraler Konflikt besteht in der Diskrepanz zwischen der Notwendigkeit, Prozesse zu digitalisieren, und der tatsächlichen Umsetzung dieser Maßnahmen. Unternehmen stehen vor der Aufgabe, veraltete Prozesse zu überdenken und sich auf die Bedürfnisse der Bewerber zu fokussieren, um ihre Arbeitgeberattraktivität zu steigern. Diese Transformation erfordert ein Umdenken in der Führungsebene, um die Verantwortlichkeiten klar zu definieren und Veränderungsbarrieren zu überwinden.


Der Beitrag fordert Unternehmen auf, ihre Recruiting-Strategien zu überdenken und gezielt auf die Bedürfnisse der Bewerber einzugehen. Die Empfehlungen konzentrieren sich auf die Vereinfachung von Bewerbungsprozessen und die Nutzung digitaler Tools, um Effizienz und Attraktivität zu steigern. Die Perspektive verschiebt sich von einer rein operativen Praxis hin zu einem strategischen Ziel, das kulturellen Wandel erfordert. Unternehmen sollen datenbasierte Entscheidungen treffen und sich auf die drei S – Sicherheit, Spaß und Sinnhaftigkeit – konzentrieren, um im Wettbewerb um Talente erfolgreich zu sein. Diese Impulse sind entscheidend für die Weiterentwicklung des Recruitings und bieten der Zielgruppe konkrete Ansätze zur Optimierung ihrer Prozesse.

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