Im Gespräch mit Kai Güse zu den Erfolgsfaktoren für das Employee Feedback Management

Folge 089

Im Gespräch mit Kai Güse zu den Erfolgsfaktoren für das Employee Feedback Management

Kai Güse erläutert, wie datenbasiertes Feedback-Management das Mitarbeiterengagement steigert und nachhaltige Verbesserungen ermöglicht.

In diesem Interview beleuchtet Kai Güse, Associate Client Partner bei Korn Ferry, die Erfolgsfaktoren für modernes Feedback-Management in großen Unternehmen. Der Fokus liegt auf der Implementierung effizienter, datenbasierter Feedback-Prozesse zur Steigerung des Mitarbeiterengagements. Güse bringt seine Expertise aus der Organisationssoziologie ein und betont die Bedeutung struktureller Ansätze gegenüber rein psychologischen Betrachtungen. Er diskutiert die Rolle technischer Plattformen und die Notwendigkeit, Feedback als strategisches Managementinstrument zu verankern, um nachhaltige Verbesserungen zu erzielen.


Güse argumentiert, dass Unternehmen heute gezielt Dimensionen erfassen müssen, die sowohl für das Unternehmen als auch für die Mitarbeitenden relevant sind. Er unterscheidet zwischen klassischen, umfassenden Mitarbeiterbefragungen und modernen, kürzeren Formaten wie Pulse Surveys, die häufiger durchgeführt werden, um Überfrachtung zu vermeiden. Die Einbindung von Führungskräften und Teams in die Nutzung der Feedback-Ergebnisse ist entscheidend, um konkrete Verbesserungsmaßnahmen abzuleiten. Güse empfiehlt, Feedback nur bei identifiziertem Verbesserungsbedarf zu erheben und betont die Bedeutung einer klaren Strukturierung der Prozesse, um die Wirksamkeit zu maximieren.

Feedback-Management ist nicht nur ein HR-Thema. Es muss als Managementinstrument in verschiedenen Ebenen der Organisation verankert werden, um wirklich effektiv zu sein. – Kai Güse


Wir müssen aufhören, Daten nur um ihrer selbst willen zu sammeln. Feedback sollte immer mit dem Ziel erhoben werden, konkrete Verbesserungen zu erzielen. – Kai Güse


Die Herausforderung besteht darin, Feedback-Prozesse so zu orchestrieren, dass sie nicht überfordern, sondern zielgerichtet und sinnvoll eingesetzt werden. – Kai Güse

  • Mitarbeiterbefragungen sollten kürzer und zielgerichteter gestaltet werden, um Überfrachtung zu vermeiden.
  • Feedback-Prozesse müssen klar strukturiert und auf konkrete Verbesserungsmaßnahmen ausgerichtet sein.
  • Mitarbeiterfeedback ist ein Managementinstrument und sollte regelmäßig und datenbasiert erhoben werden.
  • Die Einbindung von Führungskräften und Teams in die Feedback-Nutzung ist entscheidend für den Erfolg.
  • Technische Lösungen wie Plattformen erleichtern die Umsetzung, ersetzen jedoch keine strategische Planung.

Moderne Feedback-Methoden wie 360-Grad-Feedback und Pulse Surveys gewinnen an strategischer Bedeutung, da sie nicht nur als Instrumente zur Leistungssteigerung, sondern als zentrale Elemente der Organisationsentwicklung betrachtet werden. Der Beitrag beleuchtet die Notwendigkeit, Feedback-Prozesse klar zu strukturieren und auf konkrete Verbesserungsmaßnahmen auszurichten, um Überfrachtung zu vermeiden und die Relevanz der Ergebnisse zu steigern. Ein zentrales Spannungsfeld besteht in der Balance zwischen der Nutzung technischer Plattformen und der strategischen Planung, die erforderlich ist, um Feedback als substanzielles Managementinstrument zu etablieren. Die Herausforderung liegt darin, Feedback nicht nur als Stimmungsbild zu nutzen, sondern als datenbasiertes Werkzeug, das sowohl für Unternehmen als auch für Mitarbeitende relevante Dimensionen erfasst und konkrete Ansatzpunkte für Verbesserungen liefert.


Der Beitrag fordert Führungskräfte und Teams auf, Feedback-Prozesse so zu gestalten, dass sie nicht nur Daten generieren, sondern auch konkrete Verbesserungsmaßnahmen ermöglichen. Er betont die Bedeutung einer offenen Feedback-Kultur und der Unterstützung durch das Top-Management, um die Akzeptanz und Wirksamkeit von Feedback zu erhöhen. Die Empfehlung, Feedback nur bei identifiziertem Verbesserungsbedarf zu erheben, verschiebt die Perspektive von einer bloßen Datensammlung hin zu einer gezielten, themenspezifischen Befragung. Dies fördert einen kulturellen Wandel hin zu einer proaktiven Nutzung von Feedback, die sowohl operative Praxis als auch strategische Ziele miteinander verbindet. Der Beitrag leistet somit einen wertvollen Beitrag zur Weiterentwicklung des Themas, indem er aufzeigt, wie Feedback-Management als integraler Bestandteil der Unternehmenskultur verankert werden kann.

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