Im Gespräch mit Anne Lamberts zu den Herausforderungen für HR als Change Agent

Folge 028

Im Gespräch mit Anne Lamberts zu den Herausforderungen für HR als Change Agent
Mitschnitt-Länge: 45 Minuten
Mitschrift verfügbar

Anne Lamberts analysiert die Rolle von HR als Change Agent und die Herausforderungen virtueller Zusammenarbeit in Unternehmen.

Anne Lamberts, Organisationsberaterin und systemischer Coach, beleuchtet in einem Interview die Rolle von HR als Change Agent in Veränderungsprozessen. Der Beitrag bietet eine tiefgehende Analyse der Herausforderungen und Potenziale virtueller Zusammenarbeit, insbesondere in mittelständischen und großen Unternehmen. Lamberts bringt ihre Expertise in systemischer Organisationstheorie ein und diskutiert, wie HR als strategischer Partner im Unternehmen positioniert werden kann. Der Fokus liegt auf der Notwendigkeit, sich den Auftrag vom Management zu sichern, um als Change Agent wirksam zu sein, sowie auf der Bedeutung kreativer Ansätze für virtuelle Workshops.


Im Gespräch hebt Lamberts hervor, dass die Pandemie das Bewusstsein für Transformation geschärft hat und HR die Chance bietet, als Treiber von Veränderungen zu agieren. Sie betont die Wichtigkeit von Reflexionskompetenz und kontinuierlicher Anpassung in einem sich wandelnden Umfeld. Methoden wie virtuelle Soziometrien und Visualisierungs-Tools werden als Mittel zur Förderung der Interaktion in virtuellen Räumen genannt. Lamberts empfiehlt, die Perspektive des Managements zu verstehen und partnerschaftlich zusammenzuarbeiten, um Projekte als unternehmerisch relevant zu positionieren. Agile Ansätze und systemische Organisationstheorie werden als zentrale Methoden für die Organisationsentwicklung hervorgehoben.

INTERVIEW:


HR muss nicht nur die Veränderung gestalten, sondern auch sein eigenes Selbstverständnis und die Wahrnehmung seiner Rolle transformieren. – Anne Lamberts


Ein fundiertes Verständnis von Organisationen und die Fähigkeit, dem Management zuzuhören, sind entscheidend, um als Change Agent wirksam zu sein. – Anne Lamberts


Virtuelle Formate ermöglichen eine engere Taktung und Kontinuität in Veränderungsprozessen, was in der Präsenzarbeit oft schwerer zu realisieren ist. – Anne Lamberts

  • HR muss sich aktiv den Auftrag vom Management holen, um als Change Agent wirksam zu sein.
  • Virtuelle Workshops erfordern kreative Ansätze, um Interaktion und Beteiligung zu fördern.
  • Die systemische Organisationstheorie bietet wertvolle Perspektiven für die Gestaltung von Veränderungsprozessen.
  • Unternehmen profitieren von kontinuierlicher Reflexion und enger getakteten virtuellen Meetings anstelle langer Präsenzworkshops.
  • HR sollte dem Management zuhören und deren Perspektive verstehen, um als strategischer Partner wahrgenommen zu werden.

Die Rolle von HR als Change Agent in Veränderungsprozessen ist von strategischer Relevanz, insbesondere für mittelständische Unternehmen und große Organisationen. Der Beitrag beleuchtet die Herausforderungen, die sich aus der Notwendigkeit ergeben, HR nicht nur als administrativen, sondern als strategischen Partner zu positionieren. Ein zentrales Spannungsfeld ist die oft fehlende Anerkennung durch das Management, das HR in einer rein operativen Rolle belässt. Diese strukturelle Widersprüchlichkeit verhindert, dass HR als Treiber von Transformationen agieren kann. Zudem wird die Verantwortung für Veränderungsprozesse häufig auf die Mitarbeiter abgewälzt, was die eigentliche Notwendigkeit einer systemischen und ganzheitlichen Organisationsentwicklung vernachlässigt. Die Pandemie hat das Bewusstsein für Transformation geschärft, doch bleibt die Frage, wie Unternehmen die Balance zwischen traditioneller Struktur und agiler Anpassungsfähigkeit finden.


Der Beitrag fordert dazu auf, die Rolle von HR aktiv zu hinterfragen und neu zu definieren. Er empfiehlt, dass HR sich den Auftrag vom Management holt, um als strategischer Partner wahrgenommen zu werden. Virtuelle Workshops und systemische Organisationstheorie bieten dabei wertvolle Ansätze, um Interaktion und Beteiligung zu fördern. Die Reflexionskompetenz wird als zentrales Element hervorgehoben, um die eigene Wirksamkeit kontinuierlich zu steigern. Der Beitrag verschiebt die Perspektive von einer reinen Qualifizierung der Mitarbeiter hin zu einer umfassenden Organisationsentwicklung, die auf partnerschaftlicher Zusammenarbeit basiert. Dies erfordert ein tiefes Verständnis der Unternehmensdynamiken und die Fähigkeit, mit dem Management auf Augenhöhe zu kommunizieren. So leistet der Beitrag einen wertvollen Impuls für die Weiterentwicklung von HR als Change Agent und die Förderung einer agilen Unternehmenskultur.

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