Im Gespräch mit Dr. Annina Hering zu aktuellen Entwicklungen am Arbeitsmarkt

Folge 073

Im Gespräch mit Dr. Annina Hering zu aktuellen Entwicklungen am Arbeitsmarkt
Mitschnitt-Länge: 45 Minuten
Mitschrift verfügbar

Datenbasierte Recruiting-Strategien zur Fachkräftesicherung: Trends, flexible Modelle und Diversity als Schlüssel zum Erfolg.

Das Interview mit Dr. Annina Hering bietet eine tiefgehende Analyse der aktuellen Entwicklungen am deutschen Arbeitsmarkt, insbesondere im Bereich der Talentakquise. Durch ihre Rolle bei Indeed und ihre Expertise in datengetriebenen Ansätzen liefert Hering wertvolle Einblicke in die Nutzung von Plattformdaten, amtlicher Statistik und Surveys. Diese Kombination ermöglicht es, sowohl kurzfristige Trends als auch langfristige Entwicklungen zu identifizieren. Der Beitrag zeichnet sich durch seine hohe technische Tiefe und die praxisnahe Anwendung von Datenanalysen aus, die für mittelständische und große Unternehmen von besonderem Interesse sind.


Dr. Annina Hering betont die zunehmende Bedeutung datenbasierter Entscheidungen im Recruiting, um den Fachkräftemangel zu bewältigen. Sie hebt hervor, dass flexible Arbeitsmodelle und die Optimierung von Stellenanzeigen entscheidende Faktoren sind, um im Wettbewerb um Talente zu bestehen. Die Analyse zeigt, dass Homeoffice und flexible Arbeitszeiten weiterhin stark nachgefragt werden und Unternehmen diese Aspekte in ihren Stellenanzeigen stärker betonen sollten. Zudem wird die Notwendigkeit unterstrichen, ungenutzte Arbeitskräftepotenziale zu integrieren und eine inklusive Unternehmenskultur zu fördern. Hering empfiehlt, datenorientierte Ansätze konsequent zu nutzen, um die Passgenauigkeit zwischen Kandidaten und Unternehmen zu erhöhen und den Herausforderungen des Arbeitsmarktes effektiv zu begegnen.

Wir haben aktuell wirklich 50% mehr Stellenausschreibungen als vor der Pandemie. Die Konkurrenz für Unternehmen ist enorm gestiegen, wenn es darum geht, die richtigen Bewerber:innen zu finden. – Dr. Annina Hering


Der Fachkräftemangel führt dazu, dass ein gewisses Umdenken in den Unternehmen stattfindet. Jobsuchende sollten nicht mehr als Bittsteller, sondern als Kund:innen verstanden werden. – Dr. Annina Hering


Das Arbeiten von zu Hause hat einen enormen Push bekommen. Jobsuchende fordern mittlerweile Homeoffice für geeignete Jobs. – Dr. Annina Hering

  • Der Fachkräftemangel hat sich durch die Pandemie und die gestiegene Nachfrage nach Arbeitskräften weiter verschärft.
  • Datenorientierung im Recruiting ist essenziell, um Bauchgefühl-Entscheidungen zu vermeiden und gezielte Strategien zu entwickeln.
  • Homeoffice und flexible Arbeitszeitmodelle sind entscheidende Faktoren für Jobsuchende und sollten in Stellenanzeigen hervorgehoben werden.
  • Unternehmen müssen ihre Stellenanzeigen optimieren, um besser auf die Suchgewohnheiten und Erwartungen der Kandidaten einzugehen.
  • Diversity und Inklusion bieten großes Potenzial, ungenutzte Arbeitskräfte zu integrieren und die Unternehmenskultur zu stärken.

Der Beitrag zeigt die strategische Relevanz datengetriebener Ansätze im Recruiting, insbesondere im Kontext des Fachkräftemangels. Die Diskussion um die Integration von Plattformdaten, amtlicher Statistik und Surveys offenbart einen blinden Fleck in vielen Unternehmen: die unzureichende Nutzung von Daten zur Entscheidungsfindung. Diese Datenorientierung ist nicht nur ein technisches, sondern auch ein kulturelles Transformationsproblem. Unternehmen stehen vor der Herausforderung, traditionelle Entscheidungsprozesse, die oft auf Intuition basieren, zu hinterfragen und durch evidenzbasierte Strategien zu ersetzen. Der Beitrag macht deutlich, dass der Fachkräftemangel nicht nur durch externe Faktoren, sondern auch durch interne Barrieren wie mangelnde Transparenz und veraltete Stellenanzeigenstrukturen verschärft wird. Die Notwendigkeit, Homeoffice und flexible Arbeitszeitmodelle als Standard zu etablieren, wird als kultureller Wandel beschrieben, der sowohl strategische als auch operative Anpassungen erfordert.


Aus dem Beitrag gehen klare Handlungsprinzipien hervor, die Unternehmen zur Optimierung ihrer Recruiting-Strategien anregen. Die Empfehlung, Stellenanzeigen an den tatsächlichen Suchgewohnheiten der Kandidaten auszurichten, fordert eine stärkere Kandidatenzentrierung und Transparenz. Dies verschiebt die Perspektive von einer unternehmenszentrierten zu einer bewerberorientierten Kommunikation. Der Beitrag leistet einen wesentlichen Beitrag zur Weiterentwicklung des Themas, indem er Unternehmen auffordert, datenbasierte Lösungen konsequent zu nutzen und die Integration ungenutzter Arbeitskräftepotenziale zu fördern. Diese Impulse sind entscheidend, um im Wettbewerb um Talente erfolgreich zu bleiben und gleichzeitig einen kulturellen Wandel hin zu mehr Inklusion und Flexibilität zu unterstützen.

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