Datenbasierte Flexibilisierung im Workforce Management steht im Mittelpunkt dieses Talks, der sich an Fach- und Führungskräfte aus Personal- und Organisationsentwicklung richtet. Die Perspektive verbindet analytische Tiefe mit Praxisbezug: Flexibilität wird nicht eindimensional betrachtet, sondern als Zusammenspiel zeitlicher, örtlicher und inhaltlicher Komponenten verstanden. Die Diskussion adressiert sowohl interne als auch externe Treiber der Flexibilisierung, darunter schwankende Produktionsaufträge, Digitalisierung, gesetzliche Vorgaben und veränderte Präferenzen der Mitarbeitenden. Besonderes Augenmerk liegt auf der Integration von Echtzeitdaten, Arbeitszeitmodellen und Mitarbeiterbefragungen, um Personaleinsatz und Arbeitszeitgestaltung evidenzbasiert zu steuern und den Kulturwandel im Unternehmen zu begleiten.
Im Zentrum stehen konkrete Methoden und Modelle: Die Analyse von Flexibilitätsgraden erfolgt entlang eines Kontinuums, unterstützt durch deskriptive, explorative und prädiktive Analysen. Praxisbeispiele aus Chemieindustrie und Gesundheitswesen zeigen, wie datenbasierte Transparenz zur Optimierung von Schichtbesetzungen, Prognosemodellen für Personalbedarf und partizipativer Dienstplanung beiträgt. Die Einführung technischer Lösungen wird als notwendige, aber nicht hinreichende Bedingung beschrieben; entscheidend ist die Verzahnung mit Change Management und die Einbindung von Führungskräften und Mitarbeitenden. Schrittweises Vorgehen, Nutzung vorhandener Daten und kontinuierliche Überprüfung der Datenqualität bilden die Grundlage für nachhaltige Flexibilisierung. Die Verbindung von wissenschaftlicher Evidenz und betrieblicher Erfahrung wird als Schlüssel für fundierte Personalentscheidungen und die Entwicklung passender Arbeitszeitmodelle herausgearbeitet.