Fallbeispiel: Employee Experience bei Blue Collars - Mit People Analytics bessere Arbeitsplätze gestalten

Fallbeispiel: Employee Experience bei Blue Collars - Mit People Analytics bessere Arbeitsplätze gestalten
Mitschnitt-Länge: 20 Minuten
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Mitschrift verfügbar

Datengetriebene Ansätze zur Optimierung der Employee Experience in Produktionsumgebungen: Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung und Fluktuationsreduktion.

Birk Alwes, Head of Human Resources bei Hammerer Aluminium Industries, bietet in seinem Vortrag bei den Shift/HR Talks 2022 einen tiefen Einblick in die datengetriebene Optimierung der Employee Experience in Produktionsumgebungen. Der Beitrag richtet sich an HR-Manager und Fachverantwortliche aus der Fertigungsindustrie, die datenbasierte Ansätze zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen und zur Reduktion von Fluktuation und Krankenständen suchen. Besonders hervorzuheben ist der praxisnahe Zugang, der durch die Nutzung von People Analytics und die Einbindung von functionHR ermöglicht wird, um die Bedürfnisse der Produktionsmitarbeiter besser zu verstehen und gezielte Maßnahmen abzuleiten.


Im Mittelpunkt stehen die Methoden der Datenanalyse und des Reportings, die zur Identifikation von Motivationsfaktoren und zur Ableitung von Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung eingesetzt werden. Engagement Surveys und die Analyse von Krankenständen sind zentrale Instrumente, um die Zufriedenheit der Mitarbeitenden zu steigern und die Fluktuation zu reduzieren. Die Ergebnisse werden in Echtzeit ausgewertet und bieten Einblicke in die Wirksamkeit der Maßnahmen. Alwes betont die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Personalern und Führungskräften bei der Umsetzung der Maßnahmen und hebt die Notwendigkeit hervor, die datengetriebene Denkweise im Unternehmen zu etablieren.

Wir stellen die Mitarbeiter in den Mittelpunkt und nutzen Daten, um ihre Zufriedenheit zu steigern und sie langfristig an das Unternehmen zu binden. Profit ist nicht unser primäres Ziel. – Birk Alwes


Unsere Blue Collars sind schwer zu finden und regional verwurzelt. Daher müssen wir sie intern ausbilden und langfristig binden, um unsere Produkte erfolgreich zu verkaufen. – Birk Alwes


Die Motivation unserer Blue Collars liegt nicht in der Führung, sondern in der Mitgestaltung von Arbeitsabläufen und Prozessen. Das sind die Treiber, die wir analysieren und in Workshops weiterentwickeln. – Birk Alwes

  • Mitarbeiterzufriedenheit und langfristige Bindung stehen im Fokus, nicht die reine Profitmaximierung.
  • Datenanalysen helfen, die Bedürfnisse von Produktionsmitarbeitern zu verstehen und gezielte Maßnahmen abzuleiten.
  • Regionale Bindung und fehlende Mobilität der Produktionsmitarbeiter erfordern lokale Recruiting-Strategien.
  • Krankenstände sind ein Frühindikator für Fluktuation und können durch gezielte Maßnahmen reduziert werden.
  • Führungskräfte müssen datengetrieben arbeiten, um fundierte Entscheidungen zu treffen und Maßnahmen effektiv umzusetzen.

Die datengetriebene Optimierung der Employee Experience in Produktionsunternehmen ist von strategischer Relevanz, da sie die langfristige Bindung von Mitarbeitenden und die Reduktion von Fluktuation adressiert. In der Praxis zeigt sich jedoch ein Spannungsfeld zwischen der Notwendigkeit, datenbasierte Entscheidungen zu treffen, und den kulturellen Barrieren, die in traditionellen Fertigungsumgebungen bestehen. Die Herausforderung liegt darin, dass Führungskräfte oft von ihrem Bauchgefühl geleitet werden und die Vorteile datengetriebener Ansätze erst erkennen müssen. Zudem offenbart sich ein struktureller Widerspruch: Während die Geschäftsführung zahlengetrieben agiert, fehlt es im Personalwesen häufig an Zahlenaffinität. Diese Diskrepanz kann zu einer Verantwortungsverschiebung führen, bei der die Umsetzung datenbasierter Maßnahmen ins Stocken gerät.


Der Beitrag liefert wertvolle Reflexionsimpulse für HR-Manager, indem er aufzeigt, wie wichtig es ist, datengetriebene Denkweisen in der Unternehmenskultur zu verankern. Ein zentraler Aspekt ist die Einbindung von Betriebsräten und Führungskräften, um Maßnahmen effektiv umzusetzen und die Akzeptanz zu erhöhen. Die Empfehlung, mit einer zahlenaffinen Person im Team zu beginnen, unterstreicht die Notwendigkeit, analytische Fähigkeiten im Personalbereich zu stärken. Der Vortrag verschiebt die Perspektive von einer rein operativen Praxis hin zu einem strategischen Ziel, das auf die Verbesserung der Arbeitsbedingungen und die Steigerung der Mitarbeiterzufriedenheit abzielt. Dies erfordert einen kulturellen Wandel, der die Bedeutung von Datenanalysen für die Entscheidungsfindung in den Vordergrund rückt und gleichzeitig die menschliche Komponente nicht vernachlässigt.

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