Die Bedeutung eines digitalen Campus für einen neuen Champion

Die Bedeutung eines digitalen Campus für einen neuen Champion
Mitschnitt-Länge: 150 Minuten
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Mitschrift verfügbar

Digitaler Campus als Schlüssel zur Fusion: Lernen, Kulturentwicklung und Mitarbeiterbindung in agilen IT- und Cloud-Unternehmen.

Benedicte Scannell und Dr. Alexander Klier diskutieren im Rahmen der Shift/HR Talks 2022 die Integration eines digitalen Campus als Werkzeug zur Förderung von Lernen, Zusammenarbeit und Kulturentwicklung in einer agilen, wachsenden Organisation. Der Beitrag richtet sich an HR-Leiter und Manager in IT- und Cloud-Unternehmen, die Mitarbeiterbindung, agile Lernmethoden und eine kollaborative Unternehmenskultur stärken wollen. Im Fokus steht die Herausforderung, vier eigenständige Cloud-Unternehmen mit gewachsenen Kulturen zu einer neuen Organisation zusammenzuführen, ohne die individuellen Stärken und Identitäten zu verlieren. Der digitale Campus dient dabei als zentraler Ort für Austausch und Lernen und ermöglicht es, die Unternehmenskultur sowohl intern als auch extern zu stärken.


Der digitale Campus wird als offenes Modell beschrieben, das nicht nur interne Lernprozesse unterstützt, sondern auch als Service für Kunden angeboten werden kann. Agile Zirkelstrukturen fördern Gleichberechtigung und Mitbestimmung, wobei Lernen als integraler Bestandteil der Unternehmenskultur verankert wird. Freiwilligkeit und Mitgestaltung sind entscheidend, um Mitarbeitende für Lern- und Veränderungsprozesse zu motivieren. Lernexperimente und iterative Ansätze ermöglichen es, innovative Lernmethoden zu entwickeln und kontinuierlich zu verbessern. Die agile Struktur und die partizipative Lernkultur fördern eine hohe Reaktionsfähigkeit auf Veränderungen und unterstützen die Entwicklung neuer Karrierewege und lebenslanges Lernen.

Ein digitaler Campus ist nicht nur ein Ort des Lernens, sondern ein Werkzeug, um eine gemeinsame Kultur zu etablieren und zu fördern. – Benedicte Scannell


Wir setzen auf Freiwilligkeit statt Zwang, um eine echte Beteiligung und Diversität in unseren Projekten zu erreichen. – Dr. Alexander Klier


Veränderung kann nicht erzwungen werden. Wir müssen die Strukturen schaffen, die es den Mitarbeitern ermöglichen, aktiv mitzuwirken und mitzugestalten. – Benedicte Scannell

  • Ein digitaler Campus kann als zentraler Ort für Austausch, Lernen und Zusammenarbeit dienen und die Unternehmenskultur stärken.
  • Agile Zirkelstrukturen fördern Gleichberechtigung, Mitbestimmung und die Integration von Lernen in den Arbeitsalltag.
  • Freiwilligkeit und Mitgestaltung sind entscheidend, um Mitarbeiter für Lern- und Veränderungsprozesse zu motivieren.
  • Lernexperimente und iterative Ansätze ermöglichen es, innovative Lernmethoden zu entwickeln und kontinuierlich zu verbessern.
  • Ein digitaler Campus unterstützt nicht nur interne Lernprozesse, sondern kann auch als Service für Kunden angeboten werden.

Der digitale Campus als strategisches Instrument in der HR-Transformation adressiert die zentrale Herausforderung, wie Unternehmen mit unterschiedlichen Kulturen zu einer kohärenten Einheit verschmelzen können, ohne ihre individuellen Stärken zu verlieren. Die Integration eines solchen Campus ist nicht nur eine technische, sondern vor allem eine kulturelle Aufgabe, die tief in die Organisationsstruktur eingreift. Sie fordert die HR-Leiter heraus, traditionelle hierarchische Strukturen zugunsten agiler Zirkel aufzugeben, die Mitbestimmung und Gleichberechtigung fördern. Diese Transformation ist geprägt von einem Spannungsfeld zwischen der Notwendigkeit, bestehende Mitarbeiterbindungen zu erhalten, und der Herausforderung, für neue Talente attraktiv zu bleiben. Der Beitrag beleuchtet, wie die Verantwortungsverschiebung von zentralen Entscheidern hin zu den Mitarbeitenden selbst ein Umdenken erfordert, das in vielen Organisationen noch auf Widerstand stößt. Die Gefahr besteht, dass ohne echte Mitgestaltungsmöglichkeit die Motivation der Mitarbeitenden leidet und die Transformation ins Stocken gerät.


Der Beitrag liefert wertvolle Impulse für die operative Praxis, indem er aufzeigt, dass Freiwilligkeit und partizipative Lernkultur zentrale Erfolgsfaktoren sind. Er fordert die Zielgruppe auf, die Lernprozesse nicht nur als Mittel zur Wissensvermittlung, sondern als integralen Bestandteil der Unternehmenskultur zu verstehen. Die Reflexion über agile Lernstrukturen und die Einbindung externer Partner erweitert die Perspektive auf die Rolle von HR als Treiber für kulturellen Wandel. Der digitale Campus wird als Plattform beschrieben, die nicht nur intern, sondern auch extern als Serviceangebot fungiert, was die strategische Bedeutung von HR in der Kundenbindung unterstreicht. Die Zielgruppe wird ermutigt, die Balance zwischen operativer Praxis und strategischem Ziel zu finden, um die Transformation nachhaltig zu gestalten und die Unternehmenskultur zukunftsfähig zu machen.

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