Hebel für mehr Wirksamkeit der Employee Experience Ansätze

Hebel für mehr Wirksamkeit der Employee Experience Ansätze
Mitschnitt-Länge: 60 Minuten
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Datenbasiertes Zuhören, lokale Übersetzerrollen und differenzierte Maßnahmen als Hebel für nachhaltigen Impact in der Employee Experience.

Internationale Großunternehmen stehen vor der Herausforderung, den Impact ihrer Employee Experience Programme systematisch zu definieren, messbar zu machen und entlang der gesamten Employee Journey differenziert zu gestalten. Im Panel diskutieren interne und externe Expert:innen, wie datenbasiertes Zuhören, die Integration von Engagement- und Experience-Daten sowie die gezielte Befähigung von Führungskräften und lokalen Akteuren als Übersetzer:innen zentrale Hebel für nachhaltige Wirksamkeit werden. Die Diskussion beleuchtet die Notwendigkeit, zentrale Steuerung mit lokaler Anpassung zu verbinden und dabei kulturelle Unterschiede sowie spezifische Rahmenbedingungen in verschiedenen Ländern und Geschäftsbereichen zu berücksichtigen.

Im Austausch werden unterschiedliche Perspektiven auf die Gestaltung von Employee Experience deutlich: Während die interne Sicht auf parallele Entwicklung von Mindset und Maßnahmen sowie Pilotprojekte zur Sensibilisierung der Organisation setzt, betont die externe Beratung die Bedeutung eines ganzheitlichen Verständnisses der Employee Journey und die Integration von Engagement- und Experience-Daten. Empirische Einblicke zeigen, dass Onboarding als Langzeitprozess und Inclusion für Retention und Engagement entscheidend sind. Die Panelisten heben die Rolle von Führungskräften als Übersetzer:innen von zentralen Daten in lokale Maßnahmen hervor und diskutieren die Entwicklung zu einer Data-Driven-Organisation als langfristigen Transformationsprozess, der gezieltes Upskilling und differenzierte Erfassungsmethoden erfordert. Die Verbindung von Employee und Customer Experience wird als zusätzlicher Hebel für Produktivität und Geschäftserfolg adressiert.

Impact entsteht nicht durch zentrale Vorgaben, sondern wenn lokale Teams und Führungskräfte die Experience eigenverantwortlich gestalten und an ihre Realität anpassen. – Tobias Dennehy

Onboarding ist kein Tool, sondern ein integraler Bestandteil der Employee Journey – erst wenn wir Mitarbeitende über Monate hinweg wirklich einbinden, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sie bleiben, signifikant. – Tobias Dennehy

Wir brauchen keine großen PX-Teams in der Zentrale, sondern in jedem Land oder Geschäftsfeld Agents, die Daten lesen können und vor Ort als Übersetzer und Treiber für Verbesserungen agieren. – Tobias Dennehy

Die größte Baustelle ist das fehlende Bewusstsein für Employee Experience – viele Unternehmen sind noch nicht einmal beim Thema Führung wirklich angekommen. – Lasse Hofmann

Wir verkaufen kein Produkt, sondern ein Erlebnis – und dieses Erlebnis muss sich im Arbeitsalltag tatsächlich widerspiegeln, sonst fällt die Realität schnell hinter die Versprechen zurück. – Lasse Hofmann

Kurzfristige Lösungen werden bevorzugt, aber komplexere Themen wie Personal- und Organisationsentwicklung oder Führung werden oft zu wenig adressiert, weil sie schwerer zu messen und umzusetzen sind. – Lasse Hofmann

Die Dringlichkeit, an der Employee Experience zu arbeiten, ist enorm – aber viele Unternehmen bleiben bei Onboarding und Listening stehen, statt die wirklich kritischen Themen wie Arbeitsbelastung oder psychische Gesundheit systematisch anzugehen. – Dr. Roland Abel

Führung ist für das Engagement zentral, aber für die Bleibebereitschaft gibt es noch stärkere Treiber – wir müssen differenzierter analysieren, was wirklich wirkt. – Dr. Roland Abel

Gerade Frontline-Mitarbeitende und Projektleiter werden in klassischen Befragungen oft übersehen, dabei prägen sie die Experience maßgeblich – hier müssen wir neue Wege der Datenerhebung und Unterstützung finden. – Dr. Roland Abel

  • Impact in Employee Experience entsteht durch systematisches Zuhören, differenzierte Datenerhebung und die konsequente Verknüpfung von Engagement- und Experience-Daten entlang der gesamten People Journey.

  • Onboarding muss als Langzeitprozess verstanden und gestaltet werden, wobei Inclusion und Zugehörigkeit über die ersten Monate hinaus entscheidend für Retention und Engagement sind.
  • Führungskräfte und lokale Akteure sind zentrale Übersetzer von zentralen Employee Experience Daten in konkrete Verbesserungsmaßnahmen und benötigen spezifische Befähigung und Instrumente.
  • Eine reine Zentralisierung oder globale Schablone reicht nicht aus – lokale kulturelle Unterschiede und individuelle Rahmenbedingungen müssen bei der Gestaltung von Employee Experience berücksichtigt werden.
  • Datenorientierung und die Entwicklung von Data-Driven-Organisationen sind langfristige Transformationsprozesse, die gezielte Upskilling- und Übersetzerrollen erfordern.

Die Diskussion um die Wirksamkeit von Employee Experience Programmen in internationalen Großunternehmen legt zentrale Zielkonflikte und strukturelle Widersprüche offen: Einerseits besteht der Anspruch, Employee Experience ganzheitlich und datenbasiert zu gestalten, andererseits verhindern siloartige Verantwortungsstrukturen, kurzfristige Erfolgslogiken und kulturelle Unterschiede eine konsequente Umsetzung. Besonders deutlich wird das Spannungsfeld zwischen zentraler Steuerung und lokaler Wirksamkeit. Während die Zentrale Daten, Methoden und Guidance bereitstellt, entsteht echte Experience immer im lokalen Kontext – gestaltet von Führungskräften, Business Partnern und Teams, deren Befähigung und Übersetzerkompetenz oft unterschätzt werden. Hinzu kommt ein verbreiteter Denkfehler: Die Reduktion von Experience auf Onboarding und punktuelle Maßnahmen verkennt die Notwendigkeit, die gesamte Employee Journey kontinuierlich zu betrachten und Inclusion sowie Zugehörigkeit als dauerhafte Handlungsfelder zu etablieren. Die Paneldiskussion macht sichtbar, dass Transformation nicht durch universelle Blaupausen gelingt, sondern durch differenziertes, systematisches Zuhören und die Bereitschaft, blinde Flecken – etwa bei der Manager Experience oder der psychischen Belastung – aktiv zu adressieren.

Für die Zielgruppe liefert der Beitrag konkrete Reflexionsimpulse und Prinzipien für die operative und strategische Weiterentwicklung: Impact entsteht dort, wo Engagement- und Experience-Daten konsequent integriert, lokal interpretiert und in maßgeschneiderte Maßnahmen übersetzt werden. Führungskräfte sind nicht nur Adressaten, sondern aktive Übersetzer und Gestalter der Experience – ihre gezielte Befähigung und die parallele Entwicklung von Mindset und Instrumenten sind zentrale Hebel. Die Entwicklung zu einer Data-Driven-Organisation erfordert langfristiges Upskilling, neue Rollenprofile und die Bereitschaft, kulturelle Unterschiede nicht als Störfaktor, sondern als Gestaltungsauftrag zu begreifen. Der Beitrag verschiebt die Perspektive von kurzfristigen, zentral verordneten Initiativen hin zu einer kontinuierlichen, datenbasierten und lokal wirksamen Experience-Gestaltung. Damit fordert er die Verantwortlichen auf, bestehende Steuerungsmodelle, Verantwortungslogiken und Erfolgsmetriken kritisch zu hinterfragen und die Employee Experience als strategischen Hebel für Retention, Engagement und Geschäftserfolg neu zu denken.

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