Guido Zander beleuchtet in seiner Keynote die Herausforderungen und Möglichkeiten der Flexibilisierung von Arbeitszeitmodellen in großen Unternehmen. Er argumentiert, dass pauschale Lösungen wie die Vier-Tage-Woche oder Homeoffice für alle den komplexen Anforderungen moderner Arbeitswelten nicht gerecht werden. Stattdessen plädiert er für individuell angepasste Modelle, die sowohl den Bedürfnissen der Mitarbeitenden als auch den betrieblichen Erfordernissen entsprechen. Zander nutzt seine umfangreiche Erfahrung aus über 450 Projekten, um zu zeigen, dass die Vielfalt der Belegschaften differenzierte Ansätze erfordert, die über einfache Standardlösungen hinausgehen.
Im Vortrag stellt Zander zentrale Bausteine für die Entwicklung flexibler Arbeitszeitmodelle vor, darunter die Nutzung von Lebensarbeitszeitkonten und die Integration von Workforce-Management-Systemen. Er betont die Bedeutung der Eigenverantwortung und Selbstorganisation der Mitarbeitenden, unterstützt durch klare betriebliche Rahmenbedingungen. Zander zeigt anhand konkreter Beispiele, wie Arbeitszeitverkürzungen in Schichtbetrieben die Krankenquote senken und die Attraktivität steigern können. Er warnt vor der Einführung von Modellen ohne Berücksichtigung der spezifischen Unternehmens- und Mitarbeiterbedürfnisse und plädiert für einen Wettbewerb der Konzepte, um die Arbeitgeberattraktivität nachhaltig zu erhöhen.