Fach- und Führungskräfte aus mittelständischen und großen Unternehmen diskutieren, wie datenbasierte Ansätze im Personalmanagement zur Optimierung von Mitarbeiter- und Bewerbererfahrungen beitragen können. Das Panel bringt unterschiedliche Perspektiven aus Wissenschaft und Praxis zusammen und beleuchtet, wie Unternehmen systematisch HR-Daten erfassen, nutzen und daraus handlungsrelevante Entscheidungen ableiten. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Experience Management als strategischer Hebel für Wandel und Wettbewerbsfähigkeit etabliert werden kann und welche pragmatischen Maßnahmen sich aus der Übernahme von Methoden aus dem Customer Experience Management ergeben.
Die Diskussion zeigt, dass die strategische Verankerung von Experience Management im Unternehmen unterschiedlich bewertet wird: Während Prof. Dr. Peter M. Wald Experience Management als zentrales Steuerungsinstrument für das Personalmanagement sieht, betont Prof. Dr. Isabell Welpe die Notwendigkeit, das gesamte Unternehmensökosystem einzubeziehen und wirtschaftliche Überlebensfähigkeit als übergeordnetes Ziel zu betrachten. Beide Panelisten heben die Bedeutung von Datenorientierung und evidenzbasierter Entscheidungsfindung hervor, sehen aber Nachholbedarf in der Praxis. Konkrete Maßnahmen wie gezieltes Nachfragen im Bewerbungsprozess, konsequente Umsetzung und Messung einzelner Verbesserungen sowie die Übernahme von Methoden aus dem Customer Experience Management werden als zentrale Erfolgsfaktoren genannt. Die Panelisten empfehlen, sich auf wenige, wirkungsvolle Veränderungen zu konzentrieren und dabei die Bedürfnisse der Mitarbeitenden und Bewerbenden in den Mittelpunkt zu stellen.
