Digitale Assistenten und Chatbots verändern die interne Kommunikation in Großunternehmen grundlegend. Die Integration dieser Systeme verschiebt die Erwartungen der Mitarbeitenden: Informationen sollen nicht mehr über komplexe Intranet-Strukturen, sondern direkt und sprachbasiert zugänglich sein. Der Beitrag beleuchtet, wie sich die Rolle von Chatbots als zentrale Anlaufstelle für Mitarbeiteranfragen etabliert und welche Herausforderungen sich daraus für Datenqualität, Kontextarchitektur und Governance ergeben. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Unternehmen die Voraussetzungen für verlässliche, personalisierte und kontextbezogene Kommunikation schaffen und welche organisatorischen Anpassungen dafür notwendig sind.
Im Detail erläutert Stephanie Fl\u00fcgel das Pull-Push-People-Modell als strategischen Rahmen für die Gestaltung digitaler Kommunikationslandschaften. Praxisbeispiele aus Industrie und Gastronomie zeigen, wie Chatbots, personalisierte Voice-Formate und spezialisierte Assistenten auf unterschiedliche Zielgruppen und Use Cases zugeschnitten werden. Die Qualität der Chatbot-Antworten hängt maßgeblich von der Struktur und Aktualität der Wissensdatenbanken sowie von klar definierten Verantwortlichkeiten für Pflege und Governance ab. Tools wie der AI Quality Layer, Multi-Assistance-Modelle und Feedbackschleifen werden als zentrale Bausteine für die kontinuierliche Optimierung vorgestellt. Abschließend wird die Notwendigkeit betont, Inhalte explizit für digitale Systeme zu strukturieren und bereichsübergreifende Produktverantwortung für die digitale Mitarbeiterkommunikation zu etablieren.