Was kostet dich mehr Kraft – deine Tools oder echte HR-Arbeit?

Was kostet dich mehr Kraft – deine Tools oder echte HR-Arbeit?
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Wie fragmentierte HR-Tools die Arbeitsbelastung erhöhen und wie integrierte Systeme die Umsetzung des Entgelttransparenzgesetzes erleichtern.

Fragmentierte HR-Tool-Landschaften und steigende regulatorische Anforderungen prägen den Alltag vieler HR-Abteilungen in mittelständischen und großen Unternehmen. Im Zentrum steht die Frage, wie sich administrative Aufwände durch Integration und Digitalisierung von HR-Systemen reduzieren lassen, um sowohl interne als auch externe Transparenzpflichten effizient zu erfüllen. Der Beitrag bietet einen praxisorientierten Zugang, indem er die Herausforderungen und Lösungsansätze aus der Perspektive von HR-Digitalisierungsverantwortlichen und IT-Projektleitern beleuchtet. Besonderes Augenmerk liegt auf der Wechselwirkung zwischen Tool-Vielfalt, Produktivitätsverlust und kognitiver Belastung sowie auf den konkreten Anforderungen des Entgelttransparenzgesetzes ab 2026.

Im inhaltlichen Fokus stehen die Analyse der aktuellen Tool-Landschaft, die Auswirkungen fragmentierter Systeme auf die HR-Arbeit und die Umsetzung regulatorischer Vorgaben. Der Referent verdeutlicht, dass 60 bis 70 Prozent der täglichen HR-Tätigkeiten auf administrative Aufgaben entfallen, während strategische Initiativen häufig zu kurz kommen. Die fehlende Integration von Recruiting-Software, Zeitsystemen, Zeugnisgeneratoren und Reporting-Tools führt zu doppelten Dateneingaben und erhöhtem mentalen Aufwand. Für die Umsetzung des Entgelttransparenzgesetzes empfiehlt der Beitrag ein strukturiertes Projektvorgehen mit klaren Verantwortlichkeiten, einer umfassenden Ist-Analyse, softwaregestützten Entgeltanalysen und der Einführung von Rollen- und Rechtekonzepten. Die vollständige Vernetzung der Systeme und die frühzeitige Einbindung aller Stakeholder werden als zentrale Erfolgsfaktoren für eine rechtssichere und effiziente HR-Organisation herausgestellt.

Die HR-Abteilung ist heute oft mehr Systemadministrator als People Enabler – 60 bis 70 Prozent der Zeit gehen für administrative Aufgaben und Toolpflege drauf, statt für strategische Arbeit mit Menschen.
– Tobias Kreis

Tools verbessern HR-Arbeit nur dann, wenn sie den kognitiven Load verringern, Prozesse automatisieren und echte Transparenz schaffen – sonst erzeugen sie mehr Aufwand, als sie abnehmen.
– Tobias Kreis

Das neue Entgelttransparenzgesetz zwingt Unternehmen, ihre Gehaltsstrukturen offen zu legen, Lücken aktiv zu schließen und volle Auskunftsfähigkeit gegenüber Mitarbeitenden und Behörden herzustellen – wer jetzt nicht digitalisiert, wird abgehängt.
– Tobias Kreis

  • 60 bis 70% der täglichen HR-Arbeit entfallen auf administrative Aufgaben, während strategische HR-Arbeit oft zu kurz kommt.

  • Fragmentierte Tool-Landschaften und Insellösungen führen zu doppelten Dateneingaben, Produktivitätsverlust und erhöhtem kognitiven Load in HR-Abteilungen.
  • Das Entgelttransparenzgesetz verpflichtet Unternehmen ab 100 Mitarbeitenden zu umfassender Entgelttransparenz, regelmäßigen Entgeltanalysen und Berichtspflichten gegenüber Behörden.
  • Eine integrierte, vernetzte HR-Systemlandschaft ist essenziell, um Transparenz, Automatisierung und Compliance effizient zu gewährleisten.
  • Die Einführung von HR-Digitalisierungsprojekten mit klarer Projektstruktur, Verantwortlichkeiten und regelmäßiger Ist-Analyse ist der Schlüssel zur erfolgreichen Umsetzung regulatorischer Anforderungen und zur Entlastung der HR-Abteilung.

Fragmentierte HR-Systemlandschaften und die daraus resultierende Dominanz administrativer Routinen offenbaren einen grundlegenden Zielkonflikt in der HR-Transformation: Während Organisationen auf regulatorischen Druck und steigende Transparenzanforderungen reagieren müssen, geraten strategische HR-Aufgaben ins Hintertreffen. Der Beitrag legt offen, wie die Vielzahl isolierter Tools nicht nur operative Ineffizienzen erzeugt, sondern auch einen kulturellen Wandel blockiert. Die Verantwortungsverschiebung – von People Enablement hin zu Systemadministration – ist dabei kein technisches, sondern ein strukturelles Problem. Die eigentliche Herausforderung liegt in der Überwindung von Silodenken, der konsequenten Integration von Systemen und der Schaffung klarer Verantwortlichkeiten. Gerade im Kontext wachsender Berichtspflichten und des Entgelttransparenzgesetzes wird deutlich, dass Digitalisierung ohne durchgängige Datenflüsse und abgestimmte Prozesse lediglich neue Komplexität schafft, statt Freiräume für strategische Wertschöpfung zu eröffnen.

Der Beitrag fordert dazu auf, Digitalisierung als ganzheitliches Organisationsprojekt zu begreifen, das technische, prozessuale und kulturelle Dimensionen verbindet. Die Empfehlung, Projekte mit klaren Rollen, Zeitplänen und Stakeholder-Einbindung zu strukturieren, verschiebt den Fokus von Tool-Auswahl und Einzelmaßnahmen hin zu nachhaltiger Veränderung. Für die Zielgruppe entsteht daraus ein Reflexionsimpuls: Nicht die Anzahl oder Modernität der Tools entscheidet über den Erfolg, sondern deren Integration, die Qualität der Datenbasis und die Fähigkeit, Transparenz konstruktiv zu nutzen. Wer die Digitalisierung der HR als Compliance-getriebenes Pflichtprogramm versteht, verpasst die Chance, durch Automatisierung und valide Daten strategische Handlungsfähigkeit zu gewinnen. Der Beitrag liefert damit einen praxisnahen Orientierungsrahmen, um operative Praxis, regulatorische Anforderungen und kulturelle Entwicklung in Einklang zu bringen.

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