Volker Jacobs adressiert in seiner Keynote auf dem Shift/HR Innovation SUMMIT 2026 die grundlegende Neuausrichtung des HR-Operating-Models in Großunternehmen unter dem Einfluss von KI und datenbasierter Steuerung. Im Zentrum steht die Frage, wie HR-Organisationen Effizienzsteigerung, Kapazitätsfreisetzung und Innovationsdruck durch die Integration von AI Impact Assessments und Produktmanagement-Prinzipien bewältigen. Jacobs bringt Erkenntnisse aus einem europäischen Forschungsprojekt mit über 40 Großunternehmen ein und zeigt, wie datenbasierte Analysen und agentische Servicearchitekturen das klassische HR-Modell ablösen. Die Perspektive richtet sich auf die Transformation von HR als Business-Partner hin zu einer orchestrierenden, produktorientierten Funktion, die interne Kundenbedürfnisse adressiert und datengetriebene Entscheidungen ermöglicht.
Im Vortrag erläutert Jacobs, wie das klassische pyramidenförmige HR-Modell durch Digitalisierung und KI zu einer rautenförmigen, agentisch organisierten Struktur weiterentwickelt wird. Zentrale Instrumente sind das AI Impact Assessment, das Tätigkeitsprofile, Kapazitäts- und Kostendaten kombiniert, um Automatisierungspotenziale und Skill-Gaps zu identifizieren, sowie die Einführung von Produktmanagement-Prinzipien zur Orchestrierung von HR-Services. Die Analyse differenziert zwischen Effizienzsteigerung, neuen Tätigkeitsprofilen und der Demokratisierung von HR-Leistungen. Die Rolle des HR-Businesspartners verschiebt sich vom reinen Partner zum Problemlöser mit Fokus auf Organisationsdesign und Reskilling. Jacobs betont die Notwendigkeit klarer Rollen- und Skillentwicklung sowie die Integration von „Human in the Loop“ für Governance und Qualitätssicherung. Abschließend verweist er auf die Übertragbarkeit des AI Impact Assessments auf andere Unternehmensbereiche und die Bedeutung einer datenbasierten, agentischen und produktorientierten HR-Transformation.