Wandel des Workforce Management durch den „Task-driven Skills-based“ Ansatz

Wandel des Workforce Management durch den „Task-driven Skills-based“ Ansatz
Mitschnitt-Länge: 40 Minuten
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Task-basierte Arbeitsorganisation ersetzt klassische Jobprofile: Wie datengetriebene Task-Objekte Transparenz und Flexibilität schaffen.

Internationale Großunternehmen im Automotive-Sektor stehen vor der Herausforderung, ihre Workforce-Organisation angesichts wachsender Komplexität und Digitalisierung neu auszurichten. Der Beitrag adressiert die Transformation klassischer Stellen- und Aufgabenmodelle hin zu einer datengetriebenen, task-basierten Arbeitsorganisation. Im Fokus steht die konsequente Zerlegung der Arbeitsrealität in katalogisierte Task-Objekte, die eine präzise Steuerung von Skills, Kapazitäten und Aufgabenallokation ermöglichen. Die Perspektive des Referenten verbindet Erfahrungen aus der Entwicklung von Matching-Algorithmen, dem Aufbau globaler Skill-Datenbanken und der Implementierung task-basierter Modelle in internationalen Shared Services. Besonderes Merkmal ist die methodische Übertragung von Aufgabenlogik aus Alltags- und Unternehmenskontexten auf die HR-Organisation, unterstützt durch den Einsatz von Tools wie Jira, Confluence und Excel.

Im Zentrum steht die Kritik an klassischen Jobprofilen, die tatsächliche Aufgaben und Kompetenzen nicht abbilden. Stattdessen wird ein granularer Ansatz vorgestellt, bei dem Aufgaben als eigenständige Datenobjekte erfasst, mit Skills und Kapazitäten verknüpft und flexibel verteilt werden. Die Allokation erfolgt datengetrieben, wodurch Transparenz über Arbeitsinhalte, Skill-Bedarf und Kapazitätsverteilung entsteht. Der Ansatz ermöglicht eine dynamische Anpassung an Veränderungen, etwa durch Restrukturierungen oder neue Marktanforderungen, und unterstützt die gezielte Entwicklung und Mobilität von Mitarbeitenden. Die Praxisbeispiele zeigen, wie Aufgabenpools, Matching-Logiken und die Einbindung von Mitarbeitenden in die Aufgabenbeschreibung zu höherer Mitarbeiterzufriedenheit und besserer Performance führen. Die Skalierbarkeit des Modells reicht von großen Organisationen bis zu kleinen Teams, wobei der initiale Dokumentationsaufwand als überschaubar beschrieben wird.

Wir müssen Arbeit in ihre kleinsten Bausteine zerlegen und als Task-Objekte digital abbilden – nur so entsteht echte Transparenz über Leistung, Kapazitäten und Kompetenzen. – Christian Krohn

Das klassische System der Jobprofile ist zu grob und zu starr: Wir brauchen eine datengetriebene, aufgabenbasierte Steuerung, die sich flexibel an die Realität und Dynamik der Organisation anpasst. – Christian Krohn

Mitarbeiterbindung und Performance steigen, wenn Menschen Aufgaben übernehmen, die zu ihren Fähigkeiten und Persönlichkeitsmerkmalen passen – das gelingt nur mit granularer Aufgaben- und Skill-Transparenz. – Christian Krohn

  • Das klassische System der Jobprofile und Stellenbeschreibungen bildet die tatsächlichen Aufgaben und Kompetenzen in Unternehmen nicht ausreichend ab.

  • Task-basierte Arbeitsorganisation ermöglicht es, Arbeitsrealität in kleinste, katalogisierte Task-Objekte zu zerlegen und damit Transparenz, Steuerbarkeit und Flexibilität zu schaffen.
  • Die Zuordnung von Aufgaben zu Personen und die damit verbundene Erfassung von Skills und Kompetenzen erfolgt datengetrieben und bottom-up, wodurch ein realistisches Abbild der Organisation entsteht.
  • Durch die Transparenz in der Aufgabenallokation können Mitarbeiter Aufgaben übernehmen, die ihren Fähigkeiten und Präferenzen entsprechen, was zu höherer Mitarbeiterzufriedenheit und besserer Performance führt.
  • Die Implementierung eines task-basierten Ansatzes ist unabhängig von Unternehmensgröße möglich und reduziert Komplexität im Workforce Management erheblich.

Die konsequente Zerlegung von Arbeit in katalogisierte Task-Objekte adressiert einen zentralen blinden Fleck klassischer Organisationsmodelle: Die Annahme, dass Stellenbeschreibungen und Prozesslandkarten die operative Realität ausreichend abbilden. Tatsächlich bleibt die tatsächliche Aufgabenverteilung in internationalen Großunternehmen oft intransparent, was Steuerung, Kapazitätsplanung und Skill-Management erschwert. Der Ansatz, Arbeitsrealität granular und datenbasiert zu erfassen, stellt die gängige Verantwortungsverschiebung zwischen Linienmanagement, HR und IT infrage und legt strukturelle Widersprüche offen: Restrukturierungen und Automatisierung erfolgen häufig ohne belastbare Datenbasis, wodurch Maßnahmen wie Headcount-Reduktionen ins Leere laufen. Die Fokussierung auf Task-Objekte verschiebt den Blick von statischen Rollen zu dynamischen, individuell zugeschnittenen Aufgabenportfolios und fordert eine neue Form der organisationalen Selbstbeschreibung, die Komplexität nicht verwaltet, sondern systematisch reduziert.

Für die Zielgruppe ergibt sich daraus ein klarer Reflexionsimpuls: Die Steuerung von Skills, Kapazitäten und Mitarbeiterzufriedenheit lässt sich nicht länger auf Basis von Annahmen oder groben Profilen verantworten. Die Operationalisierung von Aufgabenmanagement als datengetriebenes Matching von Anforderungen und Kompetenzen eröffnet neue Handlungsoptionen für flexible Ressourcensteuerung, gezielte Entwicklung und nachhaltige Performance-Steigerung. Die Empfehlung, Arbeitsrealität unabhängig von bestehenden Systemen und Hierarchien in Task-Objekten zu erfassen, fordert Führungskräfte heraus, operative Praxis und strategische Steuerung enger zu verzahnen. Damit verschiebt sich der Fokus von der Verwaltung von Strukturen hin zur aktiven Gestaltung von Wertschöpfung und Employee Experience – ein Ansatz, der nicht nur Effizienz, sondern auch kulturelle Transformation ermöglicht.

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