Künstliche Intelligenz und digitale Tools verändern Recruiting und Employer Branding in Startups, KMU und dem Mittelstand grundlegend. In der Paneldiskussion treffen Beratungsexpertise und Technologieperspektive aufeinander: Die Herausforderungen reichen von der Diskrepanz zwischen intendierter und erlebter Candidate Experience über die Integration neuer Tools bis hin zu regulatorischen Anforderungen wie dem AI Governance Act. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Unternehmen Effizienz, Fairness und Beziehungsgestaltung im Recruiting-Prozess ausbalancieren und dabei die spezifischen Anforderungen kleinerer Organisationen ohne eigene Personalabteilung berücksichtigen.
Die Diskussion beleuchtet unterschiedliche Sichtweisen auf die Rolle von Technologie im Recruiting: Während asynchrone Videointerviews und automatisierte Prozesse mehr Bewerbenden Chancen eröffnen, entstehen neue Herausforderungen für die Wahrnehmung von Wertschätzung und Transparenz. Empfehlungen und persönliche Netzwerke werden als nachhaltige Wege zur Besetzung von Positionen hervorgehoben, während klassische Ausschreibungen und Active Sourcing differenziert betrachtet werden. Beide Panelisten betonen die Notwendigkeit, klare Prinzipien und Governance-Strukturen für den Einsatz von KI und digitalen Tools zu etablieren. Die bewusste Balance zwischen menschlichem Kontakt und technischer Unterstützung sowie die kontinuierliche Anpassung an regulatorische und technologische Entwicklungen stehen im Zentrum der Handlungsempfehlungen.