Employer Branding für gewerbliche Zielgruppen in Produktionsunternehmen steht im Zentrum dieses Impulses. Die Referentin analysiert, wie Kommunikationsbarrieren und Distanz zwischen Management und Belegschaft entstehen, wenn Sprache, Bildwelten und Kanäle nicht an die Lebensrealität der Mitarbeitenden angepasst sind. Im Fokus steht die Notwendigkeit, Employer Branding und Talent Acquisition konsequent an den Bedürfnissen und Kommunikationsgewohnheiten von Produktions- und gewerblichen Mitarbeitenden auszurichten. Der Beitrag liefert einen praxisnahen Zugang, indem er typische Fehler in der Ansprache, die Bedeutung von Sicherheit als zentrales Kriterium und die Rolle von Führungskräften als Vorbilder für das Arbeitgeberversprechen beleuchtet.
Im inhaltlichen Kern zeigt die Keynote, dass eine klare, verständliche und zielgruppenspezifische Sprache, echte Begegnungen und eine differenzierte Employer Value Proposition entscheidend für die Wirksamkeit von Employer Branding-Maßnahmen sind. Die Referentin empfiehlt, Bewerbungsprozesse einfach und niedrigschwellig zu gestalten, etwa durch die Nutzung von WhatsApp, Chat-Agenten oder spezialisierten Plattformen für Handwerk und Industrie. Sie betont, dass Sicherheit – verstanden als Arbeitsplatzsicherheit, wirtschaftliche Stabilität und Absicherung der Familie – für die Zielgruppe an erster Stelle steht, gefolgt von Wertschätzung, Gehalt und Team. Praxisbeispiele verdeutlichen, wie stereotype Bildsprache und komplexe Prozesse abschrecken, während echte Einblicke in den Arbeitsalltag und kontinuierlicher Dialog mit der Zielgruppe die Distanz verringern. Die Auswahl der Kommunikationskanäle orientiert sich konsequent an den Präferenzen der Zielgruppe, wobei regionale und digitale Kanäle bevorzugt werden. Die Keynote schließt mit der Empfehlung, Maßnahmen im engen Austausch mit der Zielgruppe zu entwickeln und kontinuierlich zu optimieren.