Human Business Design - mit dem Pontonprinzip die Transformation ganzheitlich gestalten.

Human Business Design - mit dem Pontonprinzip die Transformation ganzheitlich gestalten.
Mitschnitt-Länge: 40 Minuten
Präsentationsunterlagen verfügbar
Mitschrift verfügbar

Das Pontonprinzip zeigt, wie Organisationen Komplexität produktiv integrieren und Transformationen ganzheitlich gestalten können.

Organisationen stehen vor der Herausforderung, Transformationen unter Bedingungen wachsender Komplexität zu gestalten. Im Zentrum steht die Frage, wie sich Komplexität nicht reduzieren, sondern produktiv integrieren lässt, um Wertschöpfung konsequent an den Bedürfnissen der Mitarbeitenden auszurichten. Der Beitrag adressiert insbesondere die Leitungsebene der Organisationsentwicklung in Digital- und Finanzunternehmen und bietet einen methodischen Zugang, der eigene Beratungserfahrungen mit theoretischen Ansätzen zur Komplexitätsbewältigung verbindet. Die Besonderheit liegt im Einsatz des Pontonprinzips als strukturierendes Modell, das sieben zentrale Gestaltungsfelder für eine ganzheitliche Transformation definiert und die Integration multipler Perspektiven systematisch ermöglicht.

Kern des Ansatzes ist das Pontonprinzip mit den Feldern Orientierung und Selbststeuerung, Angebote und Nutzen, Verantwortung und Struktur, Prozesse und Methoden, Orte und Räume, Ressourcen und Kompetenzen sowie Kultur und Führung. Die Keynote argumentiert, dass Transformation gelingt, wenn Organisationen zwischen Standardisierung und Differenzierung oszillieren und die Muster der Zusammenarbeit gezielt gestalten. Praxisbeispiele aus der Beratungspraxis verdeutlichen, wie Komplexität als Ressource genutzt werden kann. Der iterative Change-Ansatz, beeinflusst von Design-Methoden, betont die Bedeutung ethnografischer Methoden zur Einbindung der Nutzerperspektive. Die Integration qualitativer und quantitativer Methoden wird als notwendig erachtet, um die Dynamik digitaler Organisationen zu erfassen. Abschließend wird eine experimentierfreudige Kultur als Voraussetzung für kontinuierliches Lernen und Veränderung hervorgehoben, wobei das Pontonprinzip als Denk- und Handlungsrahmen für die systematische Gestaltung von Transformationen dient.

Komplexität ist kein Problem, das wir eliminieren können – wir müssen lernen, mit ihr zu leben und sie aktiv zu gestalten. – Christian Völkl

Organisationale Transformation gelingt nur, wenn wir konsequent aus der Perspektive der Mitarbeitenden denken und die Muster der Zusammenarbeit in den Mittelpunkt stellen. – Christian Völkl

Eine kluge Organisationsgestaltung oszilliert bewusst zwischen Reduktion und Vernetzung, statt sich in mechanischem Klein-Klein zu verlieren. – Christian Völkl

  • Komplexität in Organisationen kann nicht reduziert, sondern muss durch geeignete Strukturen und Muster der Zusammenarbeit aktiv gestaltet werden.

  • Das Pontonprinzip bietet sieben zentrale Gestaltungsfelder, um Transformationen ganzheitlich und anschlussfähig an die Bedürfnisse der Mitarbeitenden zu orchestrieren.
  • Employee Experience muss als zentrales Element der Wertschöpfung betrachtet und über alle organisationalen Ebenen hinweg integriert werden.
  • Transformation gelingt, wenn Organisationen zwischen Komplexitätsreduktion und -integration oszillieren und Multiperspektivität systematisch fördern.
  • Eine starke, experimentierfreudige Kultur ist notwendig, um kontinuierliche Veränderung und Lernen im Umgang mit Komplexität zu ermöglichen.

Die konsequente Integration von Komplexität als produktive Ressource stellt einen Paradigmenwechsel für die Organisationsentwicklung dar. Statt Komplexität als Störfaktor zu behandeln oder durch Standardisierung zu neutralisieren, rückt der Beitrag die Fähigkeit zur bewussten Gestaltung und Integration organisationaler Vielschichtigkeit ins Zentrum. Damit adressiert er einen blinden Fleck vieler Transformationsinitiativen: die Tendenz, Komplexität zu unterschätzen oder durch vereinfachende Modelle zu verdrängen. Die Herausforderung liegt im Spannungsfeld zwischen dem Bedürfnis nach Orientierung und der Notwendigkeit, multiperspektivische, oft widersprüchliche Anforderungen in Wertschöpfungsprozesse einzubinden. Der Beitrag macht deutlich, dass klassische Steuerungslogiken und lineare Veränderungsmodelle an ihre Grenzen stoßen, wenn Organisationen sich in einem Zustand permanenter Transformation befinden. Die systemimmanente Komplexität moderner Unternehmen erfordert ein neues Verständnis von Führung, das nicht auf Kontrolle, sondern auf die Gestaltung von Mustern der Zusammenarbeit und die bewusste Nutzung kollektiver Kompetenzen setzt.

Aus dieser Analyse leitet sich ein handlungsrelevanter Impuls für die Zielgruppe ab: Transformation gelingt nur, wenn Organisationen zwischen Komplexitätsreduktion und -integration oszillieren und die Mitarbeitenden als zentrale Akteure der Wertschöpfung systematisch einbeziehen. Das Pontonprinzip bietet hierfür einen strukturierten, aber flexiblen Rahmen, der es ermöglicht, zentrale Gestaltungsfelder wie Orientierung, Verantwortung, Räume und Kultur miteinander zu vernetzen und kontinuierlich weiterzuentwickeln. Die Empfehlung, ethnografische und qualitative Methoden zur Erfassung realer Nutzungskontexte einzusetzen, verschiebt die Perspektive von der reinen Prozessoptimierung hin zu einer echten Nutzerzentrierung. Damit fordert der Beitrag dazu auf, die eigene Veränderungspraxis kritisch zu reflektieren, experimentierfreudige Kulturen zu stärken und die Vielfalt organisationaler Realitäten als Ausgangspunkt für nachhaltige Transformation zu begreifen. Für die Leitungsebene in Digital- und Finanzunternehmen eröffnet sich so die Möglichkeit, Transformation nicht als Ausnahmezustand, sondern als integralen Bestandteil der Wertschöpfung zu gestalten.

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