Maren Gierlich-Joas von der Ludwig-Maximilians-Universität München beleuchtet in ihrem Vortrag das Konzept der inversen Transparenz als innovativen Ansatz für datengetriebene Führung. Der Fokus liegt auf der Offenlegung von Datenflüssen im Unternehmen, um Vertrauen zu schaffen und Mitarbeiter zu empowern. Der Beitrag verbindet aktuelle Forschungsergebnisse mit praxisnahen Beispielen und adressiert die Herausforderungen der Digitalisierung und Datenverfügbarkeit in technologieorientierten Unternehmen. Besonderes Augenmerk liegt auf der Balance zwischen der Nutzung von Daten für objektivere Entscheidungen und der Vermeidung von Überwachung und Druck auf Mitarbeitende.
Im Zentrum steht die dreistufige Umsetzung der inversen Transparenz, die Vertrauen aufbaut, Mitarbeitenden Entscheidungsfreiheit über ihre Daten gibt und Selbstorganisation in Teams fördert. Digitale Tools wie People Analytics, Slack und Zoom spielen eine entscheidende Rolle bei der Implementierung. Das vorgestellte Forschungsprojekt zeigt, wie Unternehmen durch agile Methoden und interaktive Praxislabore inverse Transparenz praktisch umsetzen können. Ein zentrales Tool ist ein Monitor, der Mitarbeitenden anzeigt, wer auf welche Daten zugegriffen hat, und so Transparenz und Objektivität fördert. Die Diskussion um die richtige Nutzung von Daten und die Schaffung einer starken Vertrauenskultur zieht sich als roter Faden durch den Vortrag.
