Engagement-Förderung im KI-Zeitalter: Wie HR Employee Journeys besser gestalten kann

Engagement-Förderung im KI-Zeitalter: Wie HR Employee Journeys besser gestalten kann
Mitschnitt-Länge: 40 Minuten
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Wie KI-Lösungen interne Kommunikation und Prozesse für alle Beschäftigtengruppen skalierbar und personalisiert gestalten.

Im Mittelpunkt der Paneldiskussion steht die Frage, wie Organisationen im KI-Zeitalter interne Kommunikation und Employee Journeys neu gestalten können. Zwei Perspektiven treffen aufeinander: Die strategische Beratungsebene von Staffbase und die operative Umsetzungserfahrung von Bechtle. Beide Experten adressieren die Herausforderungen großer, heterogener Organisationen, in denen die Integration nicht-deskbasierter Mitarbeitender, die Skalierung personalisierter Kommunikation und die Sicherung von Datenqualität zentrale Handlungsfelder bilden. Der Austausch zeichnet sich durch die Verbindung von Praxisbeispielen, wie dem personalisierten Podcast bei Staffbase, und methodischen Ansätzen wie der Friction Map aus. Im Fokus steht die Transformation klassischer Kommunikations- und Prozesslandschaften durch KI-basierte Lösungen, die erstmals eine hyperpersonalisierte Ansprache und automatisierte Abläufe für alle Beschäftigtengruppen ermöglichen.

Die Diskussion verdeutlicht, dass die Einführung von KI-Lösungen eine enge Verzahnung von IT, interner Kommunikation und HR erfordert. Prozess- und Datenqualität werden als Grundvoraussetzungen für die Wirksamkeit von Automatisierung und Large Language Models benannt. Die Panelisten betonen, dass Governance, kontinuierliche Pflege von Inhalten und eine neue Fehlerkultur entscheidend für Akzeptanz und nachhaltigen Erfolg sind. Praxisnah werden Herausforderungen wie Mehrsprachigkeit, die Integration historisch gewachsener Datenbestände und die Gestaltung nutzerfreundlicher Interfaces diskutiert. Die Empfehlung lautet, Lösungen entlang der Employee Journey gezielt zu skalieren, Friktionen zu identifizieren und Technologieeinsatz am konkreten Problem auszurichten, statt von Tools auszugehen.

Hyperpersonalisierung wird mit KI Realität: Bei uns bekommen 800 Mitarbeitende jede Woche ihren eigenen, individuell generierten Podcast – das war vorher undenkbar. – Stephanie Fl\u00fcgel

Die größte Herausforderung ist nicht die Technologie, sondern die Prozesse dahinter: Erst wenn wir sie neu denken und sauber gestalten, kann KI wirklich beschleunigen und entlasten. – Raimund Bernhardt-Meisl

  • KI ermöglicht erstmals skalierte Hyperpersonalisierung der internen Kommunikation, etwa durch personalisierte Podcasts für alle Mitarbeitenden.

  • Die größte Herausforderung bei der Einführung von KI liegt in der Prozess- und Datenqualität – schlecht dokumentierte oder unstrukturierte Daten behindern die Wirksamkeit von KI-Lösungen.
  • Die Interaktion mit natürlicher Sprache durch KI senkt die Zugangshürden für Mitarbeitende und ermöglicht neue User Interfaces, etwa über einen Chatbot.
  • Governance und kontinuierliche Pflege von Inhalten und Daten sind essenziell, um konsistente und vertrauenswürdige Ergebnisse aus KI-Systemen zu erhalten.
  • Akzeptanz und Adoption von KI-Lösungen erfordern eine neue Fehlerkultur und Bewusstsein, dass Ergebnisse oft mit 80-90% Genauigkeit geliefert werden und Mitarbeitende mit Unsicherheiten umgehen lernen müssen.

Hyperpersonalisierte Kommunikation und Prozessautomatisierung mit KI verschieben die Grenzen klassischer interner Kommunikation grundlegend. Die Diskussion legt offen, wie der Anspruch an Individualisierung und Skalierbarkeit neue Zielkonflikte erzeugt: Während die Technologie erstmals ermöglicht, alle Beschäftigtengruppen – auch schwer erreichbare, nicht-deskbasierte Mitarbeitende – einzubeziehen, geraten Organisationen an strukturelle Grenzen bei Datenqualität, Governance und Verantwortungszuordnung. Die Panelisten machen deutlich, dass der blinde Fleck weniger in der Technologie selbst liegt, sondern in der fehlenden Verzahnung von menschlicher Verantwortung, Prozessdesign und technischer Infrastruktur. Die Transformation der Employee Journey wird so zum Spiegel für grundlegende Denkfehler: Wer Digitalisierung als Tool-Frage behandelt, verkennt die Notwendigkeit, Prozesse, Rollen und Datenstrukturen radikal neu zu denken. Besonders sichtbar wird das an der Schnittstelle zwischen IT, interner Kommunikation und HR – hier entstehen Reibungen, weil Verantwortlichkeiten und Pflegeaufwände oft unklar verteilt sind und Governance-Mechanismen fehlen. Die Diskussion um Fehlerkultur und Akzeptanz macht zudem deutlich, dass die Einführung von KI-Lösungen nicht nur technische, sondern auch kulturelle Barrieren adressieren muss.

Für die Praxis bedeutet das: Organisationen sollten die Einführung von KI-basierten Lösungen als crossfunktionale Transformationsaufgabe begreifen, bei der Prozessqualität, Datenpflege und die Integration aller Beschäftigtengruppen im Mittelpunkt stehen. Der Beitrag fordert dazu auf, nicht von der Technologie, sondern von den konkreten Friktionen entlang der Employee Journey auszugehen und Lösungen iterativ zu entwickeln. Die Reflexion über Fehlerkultur und Unsicherheiten verschiebt die Perspektive von einer reinen Effizienzlogik hin zu einer lernenden Organisation, die mit den Limitationen von Large Language Models aktiv umgeht. Damit liefert die Diskussion einen Impuls, operative Praxis, strategische Zielsetzungen und kulturellen Wandel konsequent miteinander zu verknüpfen – und so die Potenziale von KI für eine inklusive, skalierbare und nachhaltige Employee Experience tatsächlich zu realisieren.

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