Konsequent Aufgaben und Prozesse zu streichen, steht im Mittelpunkt dieses Impulses für Inhaber und Personalverantwortliche mittelständischer Unternehmen aus Handwerk, Pflege, Hotellerie und Steuerberatung. Die Delete-Strategie wird als Ansatz vorgestellt, um durch gezieltes Entfernen überholter Tätigkeiten Raum für innovative Arbeitszeitmodelle und organisatorische Anpassungen zu schaffen. Praxisbeispiele aus unterschiedlichen Branchen, konkrete Kennzahlen und methodische Empfehlungen verdeutlichen, wie Unternehmen durch das Loslassen von Routinen ihre Arbeitgeberattraktivität steigern und dem Fachkräftemangel begegnen können. Die Perspektive ist dabei konsequent auf die Verbindung von Geschäftsmodell, Arbeitszeitgestaltung und Führung ausgerichtet.
Im Zentrum steht die These, dass erfolgreiche Arbeitszeitflexibilisierung und Innovation erst möglich werden, wenn Unternehmen alte Aufgaben und Prozesse systematisch eliminieren. Die Keynote liefert zahlreiche Beispiele: von der Reduktion unnötiger Meetings mithilfe digitaler Tools über die Einführung flexibler Arbeitszeitmodelle in Steuerkanzleien und Handwerksbetrieben bis hin zu selbstorganisierten Pflegeteams ohne Management. Die vorgestellten Methoden reichen von der Visualisierung des Wertbeitrags einzelner Tätigkeiten bis zu Pilotprojekten mit Vier-Tage-Woche und digital unterstützter Dokumentation. Im Q&A werden Herausforderungen wie gesetzliche Vorgaben, Qualitätssicherung und der Umgang mit unterschiedlichen Mitarbeiterpräferenzen adressiert. Die zentrale Erkenntnis: Das Streichen von Aufgaben ist eine Führungsaufgabe, die nachhaltige Veränderungen in Produktivität, Mitarbeiterzufriedenheit und Arbeitgeberattraktivität ermöglicht.