Celine Schillinger beleuchtet in ihrer Keynote bei den Shift/HR Talks 2022 die Transformation von Leadership-Ansätzen in globalen Unternehmen. Sie argumentiert, dass traditionelle hierarchische Führungsmodelle in komplexen Systemen nicht mehr zeitgemäß sind. Stattdessen plädiert sie für eine Führung, die auf kollektiver Einladung und Kapazitätsaufbau basiert. Schillinger bringt ihre umfangreiche internationale Erfahrung ein und verknüpft diese mit aktuellen Herausforderungen wie der verstärkten Komplexität und Vernetzung in Unternehmen. Sie betont die Notwendigkeit, Führung als Interaktion und Teilhabe zu verstehen, und verweist auf innovative Konzepte wie die „Yarchy“ und das Dual Operating Model von John Kotter.
Im zweiten Teil der Keynote richtet Schillinger den Fokus auf die Rolle von HR als potenzielle Barriere für Kulturwandel. Sie kritisiert, dass HR oft bestehende Machtstrukturen und Mechanismen verstärkt, anstatt Veränderungen voranzutreiben. Schillinger identifiziert zehn typische Muster, die die Veränderungsfähigkeit von HR einschränken, darunter die Fixierung auf traditionelle Strukturen und ein Mangel an Neugier für alternative Organisationsformen. Sie fordert HR auf, sich stärker mit lebenden Systemen auseinanderzusetzen und die eigene Rolle im Widerstand gegen Konformität zu reflektieren. Schillinger sieht in der Diversifizierung von Teams und Kommunikationskanälen sowie in der Zusammenarbeit mit Menschen unterschiedlicher Perspektiven entscheidende Schritte, um Wandel aktiv zu gestalten.
