Im Gespräch mit Sebastian Sellinat zur Wichtigkeit von Employer Branding & Identität im Wandel

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Im Gespräch mit Sebastian Sellinat zur Wichtigkeit von Employer Branding & Identität im Wandel
Mitschnitt-Länge: 45 Minuten
Mitschrift verfügbar

Strategische Arbeitgebermarken schaffen interne Identität und Bindung. Lernen Sie, wie Sie Kulturentwicklung transparent gestalten.

Sebastian Sellinat, ein erfahrener Berater im Bereich HR, beleuchtet in einem Interview die strategische Bedeutung von Employer Branding und Identitätsarbeit im Kontext von Krisen und Wandel. Der Beitrag richtet sich an HR-Leiter mittelständischer Unternehmen und Marketingverantwortliche, die sich mit Personalmarketing und digitaler Transformation befassen. Sellinat bringt seine langjährige Erfahrung in Corporate HR-Rollen ein und bietet praxisnahe Ansätze zur Entwicklung einer authentischen Arbeitgebermarke und zur Stärkung der internen Kultur. Der Fokus liegt auf der langfristigen Markenbildung und der Bedeutung von Führung und Zusammenhalt in der aktuellen Arbeitswelt.


Im Interview hebt Sellinat hervor, dass eine starke Arbeitgebermarke Identität und Bindung nach innen schafft, bevor sie nach außen wirkt. Er kritisiert kurzfristige Maßnahmen wie auffällige Stellenanzeigen, die oft nicht mit der gelebten Unternehmenskultur übereinstimmen, und empfiehlt stattdessen eine systematische Analyse der Gründe für Mitarbeiterfluktuation. Sellinat betont die Notwendigkeit, die interne Kulturentwicklung transparent zu machen und digitale Formate wie virtuelle Meet-ups zu nutzen, um die Arbeitgebermarke zu stärken. Er sieht die Pandemie als Katalysator für Veränderungen in der Arbeitswelt und plädiert für eine kontinuierliche Anpassung der Arbeitgebermarke an die veränderten Rahmenbedingungen.

Eine Marke lebt und schafft Identität. Diese Identität zu schaffen, birgt nach innen Bindung. Wenn ich das habe, dann geht es darum, diese Marke und das Markenversprechen zu erleben und zu spüren. Das ist ja das, was nach innen zu den Mitarbeitern wirkt und nach außen in den Arbeitsmarkt hineinwirkt. – Sebastian Sellinat


In der aktuellen Situation ist es wichtig, den Fokus auf die interne Kulturbildung zu legen und diese transparent nach außen zu transportieren. Wenn ich vorher schon eine klare Positionierung hatte, kann ich jetzt einfacher zeigen: „Hey, so sind wir und das erfahrt ihr." – Sebastian Sellinat


Es geht darum, nicht zu verzweifeln, sondern wirklich einmal zu handeln und innovative Ansätze zu finden, um die Identität nach draußen zu tragen. Viele Unternehmen sind als Arbeitgeber gar nicht präsent, obwohl ihre Produkte bekannt sind. – Sebastian Sellinat

  • Eine starke Arbeitgebermarke beginnt mit der internen Kulturentwicklung und wirkt von innen nach außen.
  • Authentizität und Konsistenz in der Kommunikation sind entscheidend, um Vertrauen bei Mitarbeitern und potenziellen Bewerbern aufzubauen.
  • Die COVID-19-Krise hat die Notwendigkeit verstärkt, Führung und Zusammenhalt in den Mittelpunkt der Unternehmenskultur zu stellen.
  • Unternehmen sollten digitale Formate wie virtuelle Meet-ups oder Sprechstunden nutzen, um ihre Arbeitgebermarke zu stärken.
  • Kurzfristige Maßnahmen wie Active Sourcing und kreative Stellenanzeigen können schnelle Erfolge bei der Mitarbeitergewinnung erzielen.

Die strategische Bedeutung einer authentischen Arbeitgebermarke und deren Einfluss auf die interne Kulturentwicklung stehen im Zentrum der Diskussion. Der Beitrag beleuchtet die Herausforderungen, die Unternehmen im Spannungsfeld zwischen kurzfristigen Personalbedarfen und langfristiger Markenbildung erleben. Ein zentraler blinder Fleck ist die Diskrepanz zwischen dem äußeren Arbeitgeberversprechen und der gelebten internen Realität, die häufig zu einer hohen Fluktuation führt. Der Beitrag macht deutlich, dass viele Unternehmen noch in alten Denkmustern verharren und kurzfristige Lösungen wie auffällige Stellenanzeigen bevorzugen, anstatt die strukturellen Barrieren zu adressieren, die einer nachhaltigen Kulturentwicklung im Wege stehen. Diese Barrieren manifestieren sich in der fehlenden Konsistenz zwischen Produkt- und Arbeitgebermarke sowie in der unzureichenden Einbindung der Mitarbeitenden in den Transformationsprozess.


Der Beitrag fordert die Zielgruppe auf, die interne Kulturentwicklung als strategisches Ziel zu priorisieren und nicht als reaktive Maßnahme zu betrachten. Er empfiehlt, die Arbeitgebermarke regelmäßig zu überprüfen und an veränderte Rahmenbedingungen anzupassen, um Vertrauen und Identität zu stärken. Die Reflexion über die eigenen Strukturen und die gezielte Einbindung von Fachabteilungen sind entscheidend, um die kulturelle Transformation voranzutreiben. Der Beitrag verschiebt die Perspektive von kurzfristigen Erfolgen hin zu einem nachhaltigen Wandel, der durch kontinuierlichen Dialog und Netzwerkaufbau unterstützt wird. Er inspiriert dazu, die eigene Identität sichtbar zu machen und als lernende Organisation flexibel auf Veränderungen zu reagieren, um langfristig als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen zu werden.

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