Im Gespräch mit Nadine Nobile & Stefanie Hornung zu den Empfehlungen für ein "New Pay"

#shifthrTalk 016

Im Gespräch mit Nadine Nobile & Stefanie Hornung zu den Empfehlungen für ein "New Pay"
Mitschnitt-Länge: 45 Minuten
Mitschrift verfügbar

Neue Vergütungssysteme fördern Fairness und Transparenz in agilen Teams. Entdecken Sie praxisnahe Ansätze und Herausforderungen.

Das Interview mit Nadine Nobile und Stefanie Hornung beleuchtet die Entwicklung neuer Vergütungssysteme in kollaborativen und agilen Arbeitsumgebungen. Im Rahmen der Shift/HR Talks 2022 diskutieren die Expertinnen, wie Vergütung als Prozess gestaltet werden kann, um Fairness, Transparenz und Mitarbeiterbindung zu fördern. Der Beitrag bietet eine tiefgehende Analyse der Herausforderungen und Chancen, die mit der Transformation traditioneller Vergütungsmodelle einhergehen. Besonders hervorgehoben wird die Notwendigkeit, Vergütungssysteme an die Unternehmenskultur und die spezifischen Arbeitsformen anzupassen.


Im Gespräch werden verschiedene Modelle und Ansätze vorgestellt, darunter Einheitsgehälter, Wunschgehälter und partizipative Ansätze. Nadine Nobile betont, dass der Paradigmenwechsel im kollaborativen Prozess der Systementwicklung liegt, während Stefanie Hornung auf die Bedeutung von Vergütung als Signal für Wertschätzung hinweist. Die Diskussion umfasst auch Praxisbeispiele, wie das Baukastensystem des Start-ups Einhorn, und thematisiert die Herausforderungen der „Free-Rider“-Mentalität. Abschließend wird die Bedeutung von Transparenz und Selbstverantwortung in neuen Vergütungssystemen hervorgehoben, wobei beide Expertinnen auf die kontinuierliche Anpassung an die Unternehmensbedürfnisse und die Einbindung der Mitarbeitenden als entscheidend für den Erfolg solcher Modelle verweisen.

Ein Vergütungssystem sollte nicht nur auf ein bestimmtes Modell abzielen, sondern als Prozess verstanden werden, der zur Unternehmenskultur passt und die Zusammenarbeit fördert. – Stefanie Hornung


Der Paradigmenwechsel besteht darin, dass der Prozess der Entscheidungsfindung über das Vergütungssystem wichtiger ist als das Endergebnis selbst. – Nadine Nobile


Es geht nicht nur um das Gehalt, sondern auch um die Signale der Wertschätzung und die Rolle der Vergütung im Kontext der Unternehmenskultur und Zusammenarbeit. – Stefanie Hornung

  • Vergütungssysteme sollten als Prozess verstanden werden, der zur Unternehmenskultur und neuen Arbeitsformen passt.
  • Fairness und Transparenz in der Vergütung sind entscheidend für die Förderung von Kollaboration und Mitarbeiterbindung.
  • Selbstverantwortung in der Gehaltsbestimmung erfordert klare Rahmenbedingungen und Transparenz über Unternehmensfinanzen.
  • Klassische Leistungsanreize wie individuelle Prämien können Kollaboration behindern und sollten überdacht werden.
  • Neue Vergütungsmodelle müssen flexibel sein und auf die spezifischen Bedürfnisse der Organisation abgestimmt werden.

Die Diskussion um neue Vergütungssysteme in kollaborativen und agilen Arbeitsumgebungen beleuchtet ein zentrales Spannungsfeld moderner Unternehmensführung: die Balance zwischen Fairness, Transparenz und individueller Leistung. In einer Zeit, in der traditionelle Hierarchien und Führungsstrukturen zunehmend hinterfragt werden, bleibt die Vergütung oft ein blinder Fleck. Der Beitrag zeigt, dass viele Unternehmen zwar bereit sind, neue Arbeitsformen zu implementieren, jedoch zögern, ihre Vergütungssysteme entsprechend anzupassen. Dies offenbart einen grundlegenden Denkfehler: Die Annahme, dass Vergütungssysteme statisch bleiben können, während sich die Arbeitskultur dynamisch entwickelt. Die Herausforderung besteht darin, Vergütung als integralen Bestandteil der Unternehmenskultur zu begreifen, der nicht nur monetäre Anreize schafft, sondern auch die Zusammenarbeit und das Wir-Gefühl stärkt. Hierbei wird deutlich, dass individuelle Prämien und starre Gehaltsstrukturen oft kontraproduktiv wirken und die gewünschte Kollaboration behindern können.


Der Beitrag fordert die Zielgruppe auf, Vergütungssysteme als flexiblen und partizipativen Prozess zu verstehen, der kontinuierlich weiterentwickelt werden muss. Die vorgestellten Prinzipien wie Transparenz, Selbstverantwortung und Flexibilität bieten einen Reflexionsrahmen, um bestehende Systeme kritisch zu hinterfragen und an die spezifischen Bedürfnisse der Organisation anzupassen. Besonders hervorzuheben ist die Empfehlung, Mitarbeitende aktiv in die Gestaltung der Vergütungssysteme einzubeziehen, um deren Akzeptanz und Wirksamkeit zu erhöhen. Dies verschiebt die Perspektive von einer rein operativen Umsetzung hin zu einem strategischen Ansatz, der kulturellen Wandel fördert und die Mitarbeiterbindung stärkt. Der Beitrag leistet somit einen wertvollen Beitrag zur Weiterentwicklung des Themas, indem er aufzeigt, wie Vergütungssysteme nicht nur als Mittel zur Entlohnung, sondern als strategisches Instrument zur Förderung von Zusammenarbeit und Innovation genutzt werden können.

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