Im Gespräch mit Arina Zonner zu den Herausforderungen beim Employer Branding

Folge 071

Im Gespräch mit Arina Zonner zu den Herausforderungen beim Employer Branding
Mitschnitt-Länge: 45 Minuten
Mitschrift verfügbar

Arina Zonner beleuchtet die strategische Verknüpfung von Talentgewinnung und Mitarbeiterbindung im Employer Branding.

Arina Zonner, Leitung Employer Branding bei R\u00f6dl & Partner, diskutiert im Interview die strategischen und operativen Herausforderungen beim Aufbau authentischer Arbeitgebermarken in interdisziplinären Dienstleistungsunternehmen. Der Beitrag bietet eine tiefgehende Analyse der Verbindung von Unternehmenskultur, Talentgewinnung und Mitarbeiterbindung, wobei Authentizität und Netzwerke im Employer Branding im Mittelpunkt stehen. Besonders hervorzuheben ist die kritische Auseinandersetzung mit der gängigen Praxis, Employer Branding als externes Hochglanzmarketing zu verstehen, und die Betonung der Notwendigkeit einer gelebten Unternehmenskultur.


Zonner beschreibt die Candidate Journey als einen umfassenden Zyklus, der von der Aufmerksamkeit über die Bewerbung bis zur Integration und Bindung reicht. Sie unterscheidet klar zwischen Talentgewinnung und Mitarbeiterbindung und betont die Bedeutung strategischer Verknüpfungen beider Bereiche. Zudem hebt sie die Rolle von Corporate Influencer Programmen hervor, die Schulung und langfristige Betreuung erfordern. Die Diskussion umfasst auch die Herausforderungen der Ansprache der TikTok-Generation und die Notwendigkeit, authentische Kampagnen zu entwickeln. Abschließend wird Employer Branding als interdisziplinäre Aufgabe betrachtet, die Unternehmenskommunikation, Personalentwicklung und Recruiting umfasst, und als langfristiger Change-Management-Prozess verstanden.

Authentizität ist der Schlüssel zu einer starken Arbeitgebermarke. Es geht nicht darum, ein Hochglanzbild zu präsentieren, sondern echte Geschichten und Erfahrungen der Mitarbeitenden zu teilen. – Arina Zonner


Employer Branding ist kein isoliertes Marketingthema. Es muss tief in der Unternehmenskultur verankert sein und von innen heraus gelebt werden. – Arina Zonner


Der „War of Talents“ erfordert eine strategische Verzahnung von Talentgewinnung und Mitarbeiterbindung. Nur so kann eine nachhaltige Arbeitgebermarke entstehen. – Arina Zonner

  • Employer Branding muss authentisch sein und sowohl nach innen als auch nach außen wirken.
  • Die Candidate Journey umfasst alle Phasen von der Aufmerksamkeit bis zur Retention und muss strategisch gestaltet werden.
  • Corporate Influencer Programme erfordern Schulung, Unterstützung und langfristige Betreuung der Mitarbeitenden.
  • Eine starke Arbeitgebermarke basiert auf einer gelebten Unternehmenskultur und nicht auf Hochglanzmarketing.
  • Netzwerke und persönliche Kontakte sind entscheidend für den Erfolg im Employer Branding.

Employer Branding im Mittelstand steht vor der Herausforderung, authentische Marken zu schaffen, die sowohl intern als auch extern wirken. Der Beitrag beleuchtet die strategische Relevanz einer gelebten Unternehmenskultur als Fundament für eine glaubwürdige Arbeitgebermarke. Ein zentrales Spannungsfeld ist die Diskrepanz zwischen Hochglanzmarketing und tatsächlicher Unternehmenskultur, die zu schnellen Kündigungen und ineffizientem Ressourceneinsatz führen kann. Die Transformation hin zu authentischem Employer Branding erfordert einen langfristigen Kulturwandel, der durch gesellschaftliche Entwicklungen und den demografischen Wandel zusätzlich beschleunigt wird. Unternehmen müssen sich von kurzfristigen Personalplanungen lösen und nachhaltige, strategische Ansätze verfolgen, um im „War for Talents“ bestehen zu können.


Der Beitrag liefert handlungsrelevante Impulse, indem er die Bedeutung von Authentizität und Netzwerken im Employer Branding hervorhebt. Er fordert Unternehmen auf, die Candidate Journey strategisch zu gestalten und die intrinsische Motivation der Mitarbeitenden zu fördern. Die Einführung von Corporate Influencer Programmen wird als langfristiger Prozess beschrieben, der kontinuierliche Schulung und Unterstützung erfordert. Der Beitrag verschiebt die Perspektive von einer rein kommunikativen Aufgabe hin zu einem interdisziplinären Change-Management-Prozess, der alle Unternehmensbereiche umfasst. Er ermutigt Führungskräfte, Transformation mit Geduld und Resilienz anzugehen und lebenslanges Lernen zu fördern, um die eigene Arbeitgebermarke glaubwürdig zu entwickeln und zu kommunizieren.

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