Felicitas Margret Behler und Sebastian Böttcher von Volkswagen analysieren in einem praxisorientierten Bericht die Entwicklung von Employee Experience (EX) in einem internationalen Automobilunternehmen. Im Mittelpunkt steht die Transformation von einer funktional geprägten, standardisierten HR-Organisation hin zu einem service- und mitarbeiterorientierten Ansatz, der alle Unternehmensbereiche einbezieht. Der Beitrag adressiert die Herausforderungen großer Produktionsunternehmen bei der Integration von EX über HR hinaus, der Reduktion von Bürokratie und der digitalen Transformation des Shopfloors. Die Referierenden zeigen, wie systematische Feedbackprozesse, digitale Tools und die konsequente Ausrichtung auf die Bedürfnisse der Mitarbeitenden die Experience Gap zwischen Anspruch und Realität verringern.
Im inhaltlichen Fokus stehen die strategische Verankerung von Employee Experience als unternehmensweites Thema, die Anwendung von Design Thinking und Double-Loop-Methoden sowie die Nutzung digitaler Tools wie DEON und Mural zur Prozessverschlankung und Kollaboration. Die Einführung der sogenannten Kundenklinik als methodischer Kern der HR-Produktentwicklung ermöglicht eine intensive Einbindung der Mitarbeitenden und die Identifikation von Moments that matter. Die vier Dimensionen der Employee Experience – Mensch, physische Umgebung, digitale Infrastruktur und Prozesse – werden systematisch adressiert. Der Beitrag verdeutlicht, dass die Gestaltung von Employee Experience einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess erfordert, der bereichsübergreifend orchestriert und durch systematisches Feedback gesteuert wird.
