Das Für und Wider der Automation in der Personalbeschaffung - Maschinenlernen vs. Intuition

Das Für und Wider der Automation in der Personalbeschaffung - Maschinenlernen vs. Intuition
Mitschnitt-Länge: 100 Minuten
Mitschrift verfügbar

Maschinenlernen optimiert HR-Prozesse, bleibt aber hinter menschlicher Intuition zurück. Entdecken Sie die Balance für bessere Entscheidungen.

Jonas Sachtleber beleuchtet in seiner Keynote auf den Shift/HR Talks 2022 die Rolle von Maschinenlernen in der Personalbeschaffung und dessen Abgrenzung zur menschlichen Intuition. Der Vortrag richtet sich an Verantwortliche in mittelständischen, technologieorientierten Unternehmen, die ihre HR-Prozesse automatisieren und verbessern möchten. Sachtleber geht auf die Komplexität von Maschinenlernen ein und erklärt, warum er diesen Begriff dem der künstlichen Intelligenz vorzieht, um Missverständnisse zu vermeiden. Durch eine interaktive Umfrage erfasst er das Vorwissen der Teilnehmenden und differenziert zwischen Prozessdigitalisierung und dem Einsatz von Maschinenlernen.


Im Verlauf der Keynote erläutert Sachtleber, wie Maschinenlernen repetitive Aufgaben wie das Screening von Lebensläufen effizienter gestalten kann, während menschliche Intuition bei der finalen Entscheidungsfindung unverzichtbar bleibt. Er hebt die Bedeutung von Datenschutzrichtlinien hervor und diskutiert die Grenzen vollautomatisierter Einstellungsprozesse. Sachtleber plädiert für einen ausgewogenen Einsatz von Technologie und menschlicher Reflexion, um die Candidate Experience zu verbessern. Er empfiehlt, die Möglichkeiten von Maschinenlernen offen zu erkunden, um mehr Zeit für die menschlichen Aspekte der Personalarbeit zu gewinnen, wobei die endgültigen Entscheidungen stets beim Menschen liegen sollten.

Maschinenlernen kann Bilder besser analysieren als Menschen, weil es auf eine riesige Datenbasis zugreift. Doch die Intuition bleibt unersetzlich, wenn es um die Bewertung von Sinn und Bedeutung geht. – Jonas Sachtleber


Der Personalbereich produziert immense Datenmengen, die für Maschinenlernen prädestiniert sind. Doch die direkte Auseinandersetzung mit Kandidaten ist unverzichtbar. – Jonas Sachtleber


Die Digitalisierung von Prozessen und der Einsatz von Maschinenlernen sollten Hand in Hand gehen, um menschliche Entscheidungen zu unterstützen, nicht zu ersetzen. – Jonas Sachtleber

  • Maschinenlernen kann repetitive Aufgaben in der Personalbeschaffung automatisieren, wie Screening und Datenanalyse.
  • Die Digitalisierung von Prozessen ist eine Voraussetzung für den effektiven Einsatz von Maschinenlernen.
  • Menschliche Intuition bleibt unverzichtbar bei der Bewertung von Kandidaten und der Entscheidungsfindung.
  • Die Kombination aus maschinellen Analysen und menschlicher Reflexion führt zu besseren Entscheidungen im Recruiting.
  • Die Einhaltung von Datenschutzrichtlinien ist essenziell beim Einsatz von Maschinenlernen in HR.

Maschinenlernen in der Personalbeschaffung steht im Spannungsfeld zwischen technologischer Effizienz und menschlicher Intuition. Für mittelständische Unternehmen in technologieorientierten Branchen ist die Automatisierung von HR-Prozessen strategisch relevant, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Der Beitrag beleuchtet die Herausforderung, dass Maschinenlernen zwar repetitive Aufgaben wie das Screening von Lebensläufen effizienter erledigen kann, jedoch die menschliche Intuition bei der finalen Bewertung von Kandidaten unverzichtbar bleibt. Diese Dichotomie offenbart einen strukturellen Widerspruch: Während Algorithmen durch Datenmengen lernen und objektive Analysen liefern, besteht die Gefahr, dass sie unbewusste Vorurteile reproduzieren. Die Verantwortung für Personalentscheidungen verschiebt sich dadurch nicht vollständig auf Maschinen, sondern erfordert eine bewusste Integration menschlicher Reflexion, um ethische und faire Entscheidungen zu gewährleisten.


Der Vortrag fordert die Zielgruppe auf, Maschinenlernen gezielt einzusetzen, um operative Effizienz zu steigern und gleichzeitig Raum für menschliche Wertschätzung zu schaffen. Er empfiehlt, digitale Prozesse zu optimieren, um mehr Zeit für die zwischenmenschlichen Aspekte der Personalarbeit zu gewinnen. Diese Perspektive verschiebt den Fokus von einer rein technologischen Transformation hin zu einem kulturellen Wandel, der die Balance zwischen Automatisierung und menschlicher Interaktion neu definiert. Die Zielgruppe wird ermutigt, die Möglichkeiten von Maschinenlernen nicht als Bedrohung, sondern als Chance zu sehen, um strategische Ziele wie die Verbesserung der Candidate Experience zu erreichen. Der Beitrag leistet somit einen wertvollen Impuls zur Reflexion über die Rolle von Technologie im Personalwesen und die Notwendigkeit, menschliche Intuition in Entscheidungsprozesse zu integrieren.

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