Eröffnung & Ice Breaker: Warum HR sich neu positionieren muss

Eröffnung & Ice Breaker: Warum HR sich neu positionieren muss
Mitschnitt-Länge: 20 Minuten
Mitschrift verfügbar

Agentic AI und neue Betriebsmodelle fordern die klassische HR-Struktur heraus. Im Fokus: Kompetenzentwicklung und Workforce Transformation.

Digitale Transformation, agentische Systeme und die Auswirkungen von Multikrisen bilden den Rahmen für die Neupositionierung der HR-Funktion in Unternehmen mit 500 bis 5000 Mitarbeitenden. Der Beitrag eröffnet die Shift/HR Innovation SUMMIT 2026 und adressiert die Herausforderungen, die sich aus der Integration von Agentic AI und neuen Betriebsmodellen ergeben. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich die klassische, spezialisierte Struktur der HR-Funktion angesichts technologischer Entwicklungen und veränderter Anforderungen an Business Impact, Prozesseffizienz und Kompetenzentwicklung weiterentwickeln muss. Die Veranstaltung nutzt das digitale Du, um Interaktion zu fördern, und bündelt zentrale Themen der Transformation, die in anderen Formaten nur am Rand behandelt werden.

Im inhaltlichen Fokus stehen die Veränderungen durch Agentic AI und agentische Systeme, die Aufgabenverteilung und Entscheidungsprozesse in der HR-Arbeit neu definieren. Das klassische Dave-Ulrich-Modell mit Kompetenzcentern, Businesspartnern und Serviceeinheiten wird kritisch hinterfragt. Praxisbeispiele wie die Einführung von KI-Lösungen und agentischen Arbeitsumgebungen verdeutlichen den Wandel von Assistenzsystemen hin zu autonomen, steuernden Systemen. Die Kompetenzentwicklung und Workforce Transformation rücken als zentrale Handlungsfelder in den Vordergrund, um auf die zunehmende Volatilität und Unplanbarkeit zu reagieren. Die Auswertung einer Vorabbefragung zeigt, dass Digitalisierung und veränderte Anforderungen an Mitarbeitende die Transformation treiben, während die Sicherung organisationaler Stabilität und das Engagement der Mitarbeitenden als Erfolgsfaktoren bestehen bleiben.

Wir müssen unser Betriebsmodell in HR grundsätzlich hinterfragen, weil Agentic AI nicht nur Prozesse automatisiert, sondern auch Entscheidungsstrukturen und Rollendefinitionen verändert. – Björn Negelmann

Die zentrale Herausforderung für HR ist, nicht mehr nur Business-Orientierung zu zeigen, sondern echten Business Impact zu gestalten und als Treiber der Veränderung im Unternehmen zu wirken. – Björn Negelmann

Die Zeit der hochspezialisierten Silos in HR ist vorbei – wir brauchen neue, adaptive Organisationsformen, um mit der Geschwindigkeit technologischer und gesellschaftlicher Transformation Schritt zu halten. – Björn Negelmann

  • Die digitale Transformation und Multikrisen erfordern eine flexible und adaptive Neuausrichtung der HR-Funktion.

  • Agentic AI und agentische Systeme verändern die Aufgabenverteilung und Entscheidungsprozesse in der HR-Arbeit grundlegend.
  • Das klassische, hochspezialisierte HR-Betriebsmodell steht zur Disposition und muss hinsichtlich Silostrukturen und Business Impact neu gedacht werden.
  • Kompetenzentwicklung und Workforce Transformation werden zu zentralen Handlungsfeldern, um den veränderten Anforderungen und technologischen Entwicklungen gerecht zu werden.
  • Organisatorische Stabilität und Mitarbeiterengagement bleiben trotz aller Veränderungen entscheidende Erfolgsfaktoren.

Die digitale Transformation der HR-Funktion konfrontiert Unternehmen mit einem grundlegenden Paradigmenwechsel: Die klassische, in Silos organisierte Betriebsstruktur verliert angesichts agentischer Systeme und autonomer Prozesssteuerung an Wirksamkeit. Im Zentrum steht ein Zielkonflikt zwischen dem Anspruch auf Effizienz und Business Impact einerseits und der Notwendigkeit, organisationale Stabilität und Mitarbeiterengagement zu sichern, andererseits. Die Einführung von agentischen Systemen verschiebt Verantwortlichkeiten, verändert Entscheidungsprozesse und stellt etablierte Steuerungslogiken infrage. Die HR-Funktion steht damit exemplarisch für den strukturellen Widerspruch, einerseits als Treiber der Transformation zu agieren, andererseits selbst massiv von disruptiven Veränderungen betroffen zu sein. Die Diskussion um die Überwindung von Silostrukturen und die Neuausrichtung des Betriebsmodells macht deutlich, dass die eigentliche Herausforderung nicht in der Technologieintegration, sondern in der Anpassung von Denkmodellen und Führungsverständnis liegt. Die Gefahr eines blinden Flecks besteht darin, die Workforce Transformation auf reine Kompetenzvermittlung zu verkürzen und die kulturellen und strukturellen Implikationen zu unterschätzen.

Aus dem Beitrag lassen sich zentrale Prinzipien für die operative und strategische Weiterentwicklung ableiten: Erstens erfordert die Integration agentischer Systeme ein Umdenken in der Aufgabenverteilung – weg von der Steuerung einzelner Tasks, hin zur Governance komplexer Handlungsketten. Zweitens wird die gezielte Kompetenzentwicklung zur Daueraufgabe, die weit über kurzfristige Qualifizierungsmaßnahmen hinausgeht und die Orchestrierung von Lern- und Veränderungsprozessen einschließt. Drittens bleibt die Sicherung organisationaler Stabilität ein nicht verhandelbarer Erfolgsfaktor, der in der Praxis häufig unterschätzt wird. Der Beitrag fordert dazu auf, die eigene HR-Organisation als lernende, adaptive Einheit zu begreifen, die kontinuierlich zwischen Effizienz, Innovationsfähigkeit und kultureller Kohärenz balanciert. Für die Zielgruppe entsteht daraus die Perspektive, Transformation nicht als Projekt, sondern als fortlaufenden Prozess zu verstehen, der Führung, Betriebsmodell und Kompetenzarchitektur gleichermaßen adressiert.

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