Workforce Management steht vor einem qualitativen Umbruch. KI-gestützte Prognosen, Echtzeitdaten und automatisierte Planung versprechen höhere Präzision und Effizienz. Gleichzeitig zeigen sich in der Praxis neue Spannungen: Entscheidungen werden rationaler, aber nicht automatisch besser akzeptiert. Planungsmodelle werden leistungsfähiger, aber nicht zwingend transparenter. Workforce Intelligence wird damit zur Schnittstelle zwischen datenbasierter Steuerung und der Frage, wie Verantwortung, Nachvollziehbarkeit und Mitarbeitendenorientierung gesichert bleiben.
Die zentrale Herausforderung liegt darin, Workforce Intelligence nicht als technisches Upgrade zu verstehen, sondern als neues Entscheidungs- und Steuerungskonzept. Je stärker algorithmische Logiken in Planung und Einsatz eingreifen, desto wichtiger werden Governance, Rollenklärung und bewusst gestaltete Entscheidungsspielräume. Workforce Management wird so zum Ort, an dem Effizienz, Fairness und organisationale Verantwortung neu austariert werden müssen.
Zentrale Veränderungstreiber
- Zunehmender Einsatz von KI und Predictive Analytics in Planung und Steuerung
- Echtzeitdaten als neue Grundlage operativer Entscheidungen
- Übergang von rollen- zu skillbasierten Planungslogiken
- Steigende Erwartungen an Transparenz, Fairness und Beteiligung
- Wachsende Bedeutung von Governance und klaren Entscheidungsverantwortungen
Diese Treiber bilden den inhaltlichen Rahmen der Konferenz und werden im Programm aus unterschiedlichen Perspektiven aufgegriffen und diskutiert.