Vom Recruiting bis zu den ersten 90 Tagen im Onboarding. Ein Review.

Vom Recruiting bis zu den ersten 90 Tagen im Onboarding. Ein Review.
Mitschnitt-Länge: 40 Minuten
Präsentationsunterlagen verfügbar
Mitschrift verfügbar
Optimierung der Candidate Journey: Feedback-Loops und CALM-Methode zur Reduzierung von Frühfluktuation und Stärkung der Arbeitgebermarke.

Beate Schulte, Head of Recruiting & Employer Branding bei Sonova, bietet im Rahmen des Shift/HR Recruiting Forums 2023 einen praxisnahen Einblick in die Optimierung der Candidate und Employee Journey in einem dezentralen Recruiting-Umfeld. Der Vortrag richtet sich an Verantwortliche im Recruiting und Employer Branding aus mittelständischen Unternehmen, die ihre Candidate Experience verbessern und Frühfluktuation reduzieren möchten. Schulte zeigt, wie qualitative und quantitative Feedback-Loops in den Recruiting- und Onboarding-Prozess integriert werden, um datenbasierte Verbesserungen zu ermöglichen und die Konsistenz der Arbeitgebermarke über alle Standorte hinweg sicherzustellen.

Im Mittelpunkt des Vortrags steht die Kombination aus qualitativen Gesprächen und quantitativen Befragungen, um die Candidate Journey von der Bewerbung bis zu den ersten 90 Tagen im Unternehmen zu analysieren. Schulte nutzt die CALM-Methode, um konkrete Handlungsempfehlungen abzuleiten, und setzt auf die Fieberkurven-Analyse, um emotionale Hoch- und Tiefpunkte der neuen Mitarbeitenden zu identifizieren. Die regelmäßigen Feedback-Sessions, die sowohl virtuell als auch in Präsenz stattfinden, schaffen Dialogräume, in denen Erwartungen und Erfahrungen offen ausgetauscht werden. Schulte betont die Bedeutung der Verbindung von „kalten“ quantitativen Daten mit „warmen“ qualitativen Erkenntnissen, um die Passung zwischen Arbeitgeberversprechen und erlebter Realität zu überprüfen und die Frühfluktuation zu senken.

Transparenz im Recruiting ist entscheidend. Bewerber sollten nicht nur ihren Lebenslauf offenlegen, sondern auch wir als Recruiter müssen uns transparent zeigen. – Beate Schulte

Dialogräume mit neuen Mitarbeitenden schaffen, um deren Erwartungen und Aha-Erlebnisse zu erfahren, ist essenziell, um wachsen zu können. – Beate Schulte

Die Kombination aus kalten Daten aus Umfragen und warmen Daten aus Gesprächen macht den Unterschied. Nur so können wir die Candidate Experience wirklich verstehen und verbessern. – Beate Schulte

  • Dialogräume mit neuen Mitarbeitenden schaffen, um Erwartungen und Bedürfnisse besser zu verstehen.
  • Die Candidate Journey sollte von der Bewerbung bis zu den ersten 90 Tagen im Unternehmen analysiert und optimiert werden.
  • Feedback-Loops aus qualitativen Gesprächen und quantitativen Befragungen kombinieren, um datenbasierte Verbesserungen zu ermöglichen.
  • Die Frühfluktuation kann durch gezielte Maßnahmen im Pre-Onboarding und Onboarding-Prozess reduziert werden.
  • Die CALM-Methode (Keep, Add, Less, More) hilft, konkrete Handlungsempfehlungen aus Feedback abzuleiten.

Die Optimierung der Candidate und Employee Journey ist für Unternehmen im Gesundheitswesen und Einzelhandel von strategischer Bedeutung, da sie direkt die Arbeitgebermarke und die Mitarbeiterbindung beeinflusst. Ein zentrales Spannungsfeld besteht in der Herausforderung, konsistente Erfahrungen über dezentrale Strukturen hinweg zu gewährleisten. Hierbei offenbart sich ein struktureller Widerspruch: Während lokale Führungskräfte die Arbeitgebermarke vor Ort repräsentieren, liegt die strategische Steuerung zentral. Diese Verantwortungsverschiebung kann zu Inkonsistenzen führen, die die Candidate Experience beeinträchtigen. Zudem besteht die Gefahr, dass ohne systematische Feedback-Integration blinde Flecken in der Wahrnehmung der Arbeitgebermarke entstehen, die langfristig die Frühfluktuation erhöhen.

Der Beitrag von Beate Schulte verdeutlicht, wie qualitative und quantitative Feedback-Loops als transformative Werkzeuge eingesetzt werden können, um diese Herausforderungen zu adressieren. Die CALM-Methode und die Fieberkurven-Analyse bieten praxisnahe Ansätze, um konkrete Maßnahmen abzuleiten und die Passung zwischen Arbeitgeberversprechen und erlebter Realität zu überprüfen. Diese Methoden fördern nicht nur die operative Praxis, sondern unterstützen auch den kulturellen Wandel hin zu einer dialogorientierten Unternehmenskultur. Die Zielgruppe wird aufgefordert, kontinuierlich Dialogräume zu schaffen und Feedback als integralen Bestandteil der Recruiting- und Onboarding-Prozesse zu betrachten. Dadurch verschiebt sich die Perspektive von einer reinen Prozessoptimierung hin zu einer strategischen Neuausrichtung, die sowohl die Mitarbeiterbindung stärkt als auch die Arbeitgebermarke authentisch weiterentwickelt.

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