Im Gespräch mit Saskia Grossmann zu den Ergebnissen der Digital Mindset Studie

#shifthrTalk 013

Im Gespräch mit Saskia Grossmann zu den Ergebnissen der Digital Mindset Studie
Mitschnitt-Länge: 45 Minuten
Mitschrift verfügbar

Saskia Grossmann analysiert, wie ein digitales Mindset Unternehmen transformiert und welche Kompetenzen langfristig Wert schaffen.

Saskia Grossmann, Senior Consultant bei ONESTOPTRANSFORMATION, analysiert in einem Interview die Ergebnisse der Digital Mindset Studie, die im Rahmen der Shift/HR Talks 2022 vorgestellt wird. Der Beitrag bietet eine tiefgehende Betrachtung der Entwicklung eines digitalen Mindsets als Schlüsselkompetenz für die digitale Transformation in Unternehmen. Durch empirische Studien fundiert, wird die Bedeutung einer validen Standortanalyse hervorgehoben, um individuelle Lernangebote zu entwickeln und langfristig stabile Kompetenzen zu fördern. Die Diskussion richtet sich an Manager und Business Partner in mittelständischen Unternehmen und bietet konkrete Handlungsempfehlungen für die Praxis.


Im Zentrum stehen die sechs Dimensionen eines digitalen Mindsets: Offenheit, Agilität, Proaktivität, unternehmerische Handlungsorientierung, Kreativität und Kundenzentriertheit. Grossmann betont, dass diese überfachlichen Kompetenzen stabiler und relevanter sind als reine Tool-Kompetenzen, die durch kurze Innovationszyklen schnell veralten. Die Studie zeigt, dass Unternehmen durch gezielte Investitionen in diese Kompetenzen signifikante Wertschöpfungspotenziale freisetzen können. Grossmann kritisiert traditionelle Weiterbildungsformate und empfiehlt stattdessen flexible Lernkonzepte wie Flipped Classroom und Working Out Loud Circles, um nachhaltige Transformation zu ermöglichen. Die Ergebnisse der Studie stehen zum kostenlosen Download bereit und sollen als Argumentationshilfe gegenüber Entscheidern dienen.

Ein digitales Mindset ist nicht digital, sondern ein Mindset für eine digitale Welt. Es geht um tief verwurzelte Persönlichkeitseigenschaften, die sich nur langsam verändern lassen. – Saskia Grossmann


Unternehmen müssen sich von klassischen Schulungskonzepten lösen und individualisierte Lernangebote schaffen, die auf die spezifischen Entwicklungsfelder und Lernbedürfnisse der Mitarbeiter zugeschnitten sind. – Saskia Grossmann


Wir brauchen valide Standortanalysen, um zu wissen, wo unsere Mitarbeiter stehen, und darauf basierend müssen wir Lern- und Entwicklungsfelder ableiten, um zukunftsfähige Kompetenzen zu fördern. – Saskia Grossmann

  • Ein digitales Mindset umfasst sechs stabile Dimensionen: Offenheit, Agilität, Proaktivität, unternehmerische Handlungsorientierung, Kreativität, Kundenzentriertheit, Kritikfähigkeit und offener Umgang mit Scheitern.
  • Eine valide Standortanalyse ist essenziell, um Entwicklungsfelder zu identifizieren und individualisierte Lernangebote zu erstellen.
  • Soft Skills sind langfristig stabiler und relevanter als reine Tool-Kompetenzen, da sich Technologien schneller ändern als persönliche Eigenschaften.
  • Unternehmen müssen neue Lernkonzepte wie Flipped-Classroom-Modelle und Peer-to-Peer-Learning nutzen, um Soft Skills nachhaltig zu fördern.
  • Die Förderung eines digitalen Mindsets kann signifikante Wertschöpfungspotenziale freisetzen, insbesondere durch Proaktivität und unternehmerische Handlungsorientierung.

Die Diskussion um das digitale Mindset ist für Unternehmen von strategischer Bedeutung, da sie die langfristige Wettbewerbsfähigkeit in einer sich schnell wandelnden digitalen Welt beeinflusst. Ein zentrales Spannungsfeld besteht in der Unterscheidung zwischen kurzfristigen Tool-Kompetenzen und den stabileren, überfachlichen Kompetenzen, die ein digitales Mindset ausmachen. Die Herausforderung liegt darin, dass viele Unternehmen weiterhin auf traditionelle Weiterbildungsmethoden setzen, die den Anforderungen der digitalen Transformation nicht gerecht werden. Saskia Grossmann verdeutlicht, dass die Förderung von Kompetenzen wie Proaktivität und unternehmerische Handlungsorientierung nicht nur kulturell, sondern auch wirtschaftlich relevant ist, da sie signifikante Wertschöpfungspotenziale freisetzen können. Der Beitrag macht deutlich, dass die Verantwortung für die Entwicklung eines digitalen Mindsets nicht allein bei den Personalabteilungen liegt, sondern eine unternehmensweite Umdenkkultur erfordert, die sowohl das Top-Management als auch die Mitarbeiter einbezieht.


Der Beitrag liefert praxisnahe Empfehlungen, wie Unternehmen die Entwicklung eines digitalen Mindsets strategisch angehen können. Grossmann plädiert für eine valide Standortanalyse, um individuelle Entwicklungsfelder zu identifizieren und maßgeschneiderte Lernangebote zu entwickeln. Sie fordert ein Umdenken weg von starren Weiterbildungskatalogen hin zu flexiblen Formaten wie Flipped Classroom und Working Out Loud Circles, die Reflexion und Transfer fördern. Diese Ansätze verschieben die Perspektive von einer rein administrativen zu einer strategischen Personalentwicklung, die auf die langfristige Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit abzielt. Unternehmen werden aufgefordert, mutig neue Wege zu gehen und die digitale Transformation aktiv zu gestalten, um nicht erst unter Druck handeln zu müssen, wenn der Handlungsspielraum bereits eingeschränkt ist.

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