--- title: "Optimierungen im Employee Feedback Management bei TüV Süd" description: "Flexible, lebenszyklusorientierte Mitarbeiterbefragungen und 1:1-Interviews stärken Eigeninitiative und beschleunigen Maßnahmenumsetzung." canonical_url: "https://www.shifthr.de/mediathek/asset/optimierungen-im-employee-feedback-management-bei-tuev-sued.html" published: "2024-01-04" updated: "2026-04-24" language: "de" content_type: "VideoObject" publisher: "" --- # Optimierungen im Employee Feedback Management bei TüV Süd **Aufgezeichnet am:** 09.10.2024 **Dauer:** 40 Min. ## Sprecher - [Katharina Rzymbowski](/experten/katharina-rzymbowski.html) — Global Employee Experience Manager- Medical Health Service, TÜV SÜD Flexible, lebenszyklusorientierte Mitarbeiterbefragungen und 1:1-Interviews stärken Eigeninitiative und beschleunigen Maßnahmenumsetzung. Flexible, lebenszyklusorientierte Mitarbeiterbefragungen ersetzen bei TüV Süd die traditionellen, periodischen Großsurveys. Im Fokus steht ein mitarbeiterzentrierter Ansatz, der relevante Touchpoints im Employee Lifecycle identifiziert und gezielt adressiert. Die Befragungen werden von den Mitarbeitenden selbst initiiert und beziehen sich auf konkrete Erlebnisse, etwa den ersten Arbeitstag, die Rückkehr aus der Elternzeit oder eine Beförderung. Ergänzend kommen strukturierte, freiwillige 1:1-Interviews zum Einsatz, die unterschiedliche Perspektiven erfassen und zeitnah ausgewertet werden. Die Kombination aus permanent verfügbaren Befragungsformaten und qualitativen Interviews ermöglicht eine differenzierte Betrachtung der Employee Experience und fördert die Selbstwirksamkeit der Mitarbeitenden. Im Praxisbericht wird deutlich, dass die Transformation des Feedback-Managements einen Kulturwandel erfordert: Die Eigeninitiative der Mitarbeitenden muss gestärkt, Survey-Müdigkeit durch schnelle, sichtbare Maßnahmen verhindert und die Kommunikation über Prioritäten transparent gestaltet werden. Die qualitative Auswertung der Interviews ist ressourcenintensiv, bietet jedoch einen hohen Mehrwert für die Entwicklung konkreter Maßnahmen. Die Differenzierung von Touchpoints nach digitaler, physischer und humaner Dimension sowie die Aggregation qualitativer und quantitativer Daten bilden die Grundlage für eine nachhaltige Engagement-Kultur. Entscheidend bleibt, Befragungen nur dort einzusetzen, wo das Unternehmen tatsächlich handlungsfähig ist, und die Ergebnisse konsequent in Verbesserungen zu überführen. ## Kernaussagen -

Mitarbeiterbefragungen müssen konkrete Arbeitspakete und Handlungsoptionen ermöglichen, sonst verlieren sie an Akzeptanz und Relevanz. - Der Wechsel von abstrakten, umfangreichen Befragungen hin zu mitarbeiterzentrierten, lebenszyklusorientierten Pulsbefragungen erhöht die Relevanz und Wirksamkeit des Feedbacks. - Stay Interviews als freiwilliges, strukturiertes 1:1-Format stärken Wertschätzung und Selbstwirksamkeit, sind aber ressourcenintensiv und erfordern differenzierte Auswertung. - Schnelle, sichtbare Reaktionen auf Feedback fördern die Teilnahmebereitschaft und verhindern Feedback-Müdigkeit. - Nicht jedes Feedback kann umgesetzt werden, aber transparente Kommunikation über Prioritäten und Entscheidungen ist essenziell für Vertrauen und nachhaltige Engagement-Kultur.

## Zitat > Frage nicht, wenn du nicht daran arbeiten willst – das Commitment, wirklich Veränderungen aus dem Employee Feedback abzuleiten, ist entscheidend. – Katharina Rzymbowski Wir haben die klassischen, umfangreichen Mitarbeiterbefragungen durch mitarbeiterzentrierte, jederzeit mögliche Pulsbefragungen ersetzt, um relevante Momente und echte Wirkung zu erzielen. – Katharina Rzymbowski Stay Interviews sind für uns ein festes Instrument geworden, weil sie Wertschätzung und Selbstwirksamkeit greifbar machen – auch wenn sie aufwendig sind, lohnt sich der qualitative Dialog. – Katharina Rzymbowski