--- title: "KI & Recruiting - Welche Potenziale & Herausforderungen stehen im Raum?" description: "Die Diskussion beleuchtet die Einsatzmöglichkeiten und ethischen Überlegungen von Künstlicher Intelligenz im Recruiting-Prozess." canonical_url: "https://www.shifthr.de/mediathek/asset/ki-recruiting-welche-potenziale-herausforderungen-stehen-im-raum.html" published: "2024-01-04" updated: "2025-01-24" language: "de" content_type: "VideoObject" publisher: "" --- # KI & Recruiting - Welche Potenziale & Herausforderungen stehen im Raum? **Aufgezeichnet am:** 18.04.2024 **Dauer:** 40 Min. ## Sprecher - [Björn Negelmann](/experten/bjoern-negelmann.html) — Head of Content & Conferences, Kongress Media - [Vera Koltermann](/experten/vera-koltermann.html) — Inhaberin, Lucky you - [Markus Ollig](/experten/markus-ollig-adesso.html) — Senior HR Manager Recruiting, adesso - [Joachim Diercks](/experten/joachim-diercks.html) — Geschäftsführer & "Recruitainment" Blogger, CYQUEST GmbH - [Lasse Hofmann](/experten/lasse-hofmann.html) — Strategic Employer Marketing Advisor, LASSE.ROCKS Die Diskussion beleuchtet die Einsatzmöglichkeiten und ethischen Überlegungen von Künstlicher Intelligenz im Recruiting-Prozess. In der Diskussion moderiert von Björn Negelmann erörtern Vera Koltermann, Markus Ollig, Joachim Diercks und Lasse Hofmann die transformative Rolle der Künstlichen Intelligenz (KI) im Bereich des Recruitings. Vera Koltermann hebt hervor, dass KI die Entscheidungsprozesse im Human Resources unterstützt, indem sie objektive Datenanalysen bereitstellt, die menschliche Entscheidungsträger von repetitiven Aufgaben entlasten und ihnen ermöglichen, sich auf anspruchsvollere Bewertungen zu konzentrieren. Diese Technologie dient nicht als Ersatz für menschliche Entscheidungsträger, sondern als Ergänzung, die dazu beiträgt, die Qualität und Effizienz der Bewerberauswahl zu verbessern. Markus Ollig und Joachim Diercks gehen auf spezifische Anwendungen der KI in der Personalbeschaffung ein, wie die Automatisierung des Screenings von Lebensläufen und die Optimierung von Stellenanzeigen, um die Relevanz für potenzielle Bewerber zu erhöhen. Diese Techniken verbessern nicht nur die Effizienz des Rekrutierungsprozesses, sondern helfen auch, eine höhere Qualität der Bewerbungen zu sichern. Lasse Hofmann betont die Bedeutung ethischer Überlegungen und der sorgfältigen Implementierung von KI-Systemen, um Diskriminierung zu vermeiden und sicherzustellen, dass die Technologie im besten Interesse der Kandidaten und des Unternehmens eingesetzt wird. Diskussionsfragen: Wo stehen wir bei der "KI-sierung" in der Personalgewinnung? Welche Verbesserungen bzw. Verschlechterungen haben die aktuellen KI-Entwicklungen bei GenAI und Analytical AI für das Employer Marketing und das Recruiting gebracht? Wie weit werden wir Prozesse mit KI automatisieren können? Wo werden wir die Candidate Experience verbessern oder evt. verschlechtern? Inwiefern helfen oder verschärfen die aktuellen KI-Technologien vorhandene oder neue Biasses im Recruiting-Entscheidungsprozess? Wie verändert der Einsatz von KI im Recruiting das Tätigkeitsfeld im Employer Branding & Recruiting?   Kerninhalte: KI unterstützt HR-Entscheidungen: Künstliche Intelligenz unterstützt den Rekrutierungsprozess, indem sie objektive Datenanalysen bereitstellt, die die Qualität und Effizienz der Bewerberauswahl verbessern. Automatisierung im Recruiting: KI automatisiert administrative Aufgaben im Recruiting, wie das Screening von Lebensläufen, wodurch HR-Profis sich auf komplexere Aufgaben konzentrieren können. Optimierung von Stellenanzeigen: Durch den Einsatz von KI optimierte Stellenanzeigen erhöhen die Sichtbarkeit und Relevanz für potenzielle Bewerber. Ethische Implementierung von KI: Die Implementierung von KI im Recruiting erfordert eine sorgfältige Handhabung, um ethische Standards zu wahren und Diskriminierung zu vermeiden. ## Kernaussagen - KI als Enabler im HR-Bereich: Künstliche Intelligenz wird als ergänzendes Werkzeug gesehen, das Entscheidungsprozesse im Human Resources Bereich unterstützt, indem es objektive und datenbasierte Analysen bietet. Dies verbessert die Unvoreingenommenheit und Effizienz bei der Bewerberauswahl, indem es menschliche Entscheidungsträger von routinemäßigen Aufgaben entlastet und ihnen ermöglicht, sich auf komplexere Bewertungen zu konzentrieren. - Automatisierung administrativer Prozesse: KI kann genutzt werden, um zeitintensive administrative Aufgaben wie das Screening von Lebensläufen und die Vorauswahl von Kandidaten zu automatisieren. Dies führt zu einer effizienteren Gestaltung des Rekrutierungsprozesses und ermöglicht es den HR-Profis, sich stärker auf die persönlichen und strategischen Aspekte der Mitarbeitergewinnung zu konzentrieren. - Optimierung von Stellenanzeigen durch KI: Die Verwendung von KI zur Optimierung von Stellenanzeigen kann helfen, diese genauer auf die Bedürfnisse und Suchmuster potenzieller Bewerber abzustimmen. Dies steigert nicht nur die Sichtbarkeit der Anzeigen, sondern auch die Qualität und Relevanz der eingehenden Bewerbungen, was zu einer besseren Passung zwischen Kandidaten und Unternehmensanforderungen führt. - Ethik und Implementierungsherausforderungen: Die Implementierung von KI im Recruiting muss sorgfältig angegangen werden, um ethische Standards zu wahren und Diskriminierung zu vermeiden. Dies erfordert eine durchdachte Integration und kontinuierliche Überprüfung der KI-Systeme, um sicherzustellen, dass sie gerecht und im besten Interesse der Kandidaten und des Unternehmens handeln. ## Zitat > "Foresighting bedeutet, ein erstrebenswertes Zukunftsbild gemeinsam zu entwickeln und dann mit einem nachgelagerten Prozess dahin zu kommen." - Vera Koltermann beschreibt hier die Methode des Foresightings, die darauf abzielt, eine positive Zukunftsvision zu entwerfen und diese durch strategische Planung zu realisieren . "Wenn wir keine gemeinsame Geschichte haben, geht es dann nicht eher darum, wo wollen wir denn jetzt gemeinsam hin, weil wie soll ich diesen Culture-Clash auflösen?" - Dieses Zitat spricht die Herausforderung von Unternehmensfusionen und Akquisitionen an, bei denen es oft keinen gemeinsamen historischen Hintergrund gibt, wodurch die Notwendigkeit entsteht, eine gemeinsame Zukunftsrichtung zu definieren . "Das ist eine ganz andere Perspektive, gibt natürlich auch eine ganz schöne Antwort auf die Sinnfrage und da muss ich mir dann auch in dem Moment eigentlich für die Arbeitgebermarke gar nichts mehr kreieren, weil sich das ja schon aus der Unternehmenshaltung ableiten ist." - Vera Koltermann betont, dass eine authentische Unternehmenskultur und -haltung sich direkt auf das Employer Branding auswirkt und keine künstliche Markenidentität geschaffen werden muss .