--- title: "EU-Entgelttransparenzrichtlinie 2026: Fristen, Pflichten und was konkret umzusetzen ist" description: "Neue EU-Pflichten zu Entgeltgleichheit: Wie Sie Vergütungssysteme, Dokumentation und Gehaltstransparenz rechtssicher anpassen." canonical_url: "https://www.shifthr.de/mediathek/asset/eu-entgelttransparenzrichtlinie-2026-fristen-pflichten-und-was-konkret-umzusetzen-ist.html" published: "2026-05-28" updated: "2026-09-14" language: "de" content_type: "VideoObject" publisher: "" --- # EU-Entgelttransparenzrichtlinie 2026: Fristen, Pflichten und was konkret umzusetzen ist **Aufgezeichnet am:** 10.09.2026 **Dauer:** 40 Min. ## Sprecher - [Dr. Alexander Insam](/experten/dr-alexander-insam.html) — Partner, GÖRG Neue EU-Pflichten zu Entgeltgleichheit: Wie Sie Vergütungssysteme, Dokumentation und Gehaltstransparenz rechtssicher anpassen. Die Keynote beleuchtet die erweiterten Anforderungen der EU-Richtlinie Entgelttransparenzrichtlinie an Vergütungsstrukturen, Dokumentationspflichten und Entgeltgleichheit in Unternehmen ab 200 Mitarbeitenden mit Betriebsrat. Im Mittelpunkt steht die systematische Bewertung von Tätigkeiten nach neuen Kriterien wie Kompetenzen, Verantwortung, Belastungen und Arbeitsbedingungen. Die Perspektive verbindet arbeitsrechtliche Einordnung mit konkreten Handlungsanforderungen für Personalverantwortliche und Arbeitsrechtsexperten. Besonderes Augenmerk liegt auf der Beweislastumkehr bei Entgeltgleichheitsansprüchen, der Ausweitung von Transparenz- und Offenlegungspflichten sowie der Notwendigkeit, Vergütungsentscheidungen rückwirkend und nachvollziehbar zu dokumentieren. Die Ausführungen zeigen, wie Unternehmen bestehende Vergütungssysteme anpassen müssen, um den neuen gesetzlichen Vorgaben zu entsprechen. Jede Vergütungskomponente – Fixgehalt, Zulagen, variable Vergütung, Benefits – ist künftig einzeln und diskriminierungsfrei zu begründen. Die Offenlegung von Gehaltsspannen im Einstellungsprozess wird verpflichtend, Sanktionen und Bußgelder bei Verstößen sind vorgesehen. Die Keynote adressiert zudem praktische Fragen zur Umsetzung, etwa zur Definition von Vergleichsgruppen, zur Relevanz von Qualifikationen und zur Rolle von Tarifverträgen. Abschließend wird empfohlen, Vergütungssysteme und Dokumentationen umfassend zu überprüfen und Führungskräfte gezielt auf die neuen Anforderungen vorzubereiten. ## Kernaussagen -

Die Entgelttransparenzrichtlinie führt zu erweiterten Dokumentationspflichten und neuen Bewertungskriterien (Kompetenzen, Verantwortung, Belastungen, Arbeitsbedingungen) für Vergütungssysteme. - Jeder Vergütungsbestandteil (Fixgehalt, Zulagen, variable Vergütung, Benefits) muss einzeln und nachvollziehbar begründet werden. - Die Beweislastumkehr gilt bei Entgeltgleichheitsansprüchen zwischen Beschäftigten unterschiedlichen Geschlechts; der Arbeitgeber muss Unterschiede objektiv begründen und dokumentieren. - Vergütungsentscheidungen müssen rückwirkend dokumentiert und auch für vergangene Jahre nachvollziehbar sein, um Nachzahlungsrisiken zu minimieren. - Transparenz im Einstellungsprozess und Offenlegung von Gehaltsspannen werden verpflichtend, Sanktionen und Bußgelder werden eingeführt.

## Zitat > Die Entgelttransparenzrichtlinie zwingt Unternehmen, Vergütungsentscheidungen transparent zu dokumentieren und nachvollziehbar zu begründen – sonst drohen künftig Sanktionen und Nachzahlungen. – Dr. Alexander Insam Gleiche oder gleichwertige Arbeit ist nur dann gerecht vergütet, wenn Unternehmen ihre Jobarchitektur und Vergütungssysteme aktiv gestalten und die Kriterien offenlegen. – Dr. Alexander Insam Ein modernes Vergütungssystem funktioniert nur, wenn Führungskräfte die Regeln verstehen, konsequent anwenden und jede Abweichung sauber dokumentieren. – Dr. Alexander Insam